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Eine Woche nach dem Brand trifft sich die Freiwillige Feuerwehr Planegg mit den Kindern des Kinderhauses am Schauplatz des Brandes, verteilt Geschenke als Trost für die zerstörten Spielsachen und beantwortet Fragen. Hier überreicht die Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Sonja Stolz, Rebecca (5 Jahre, li.) und Maja (6) Feuerwehrhelme aus Plastik.  

Abriss und Neubau des Kinderhauses St. Martin

Grundstück für Containerlösung gesucht

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Das durch Feuer zerstörte Kinderhaus St. Martin wird abgerissen. Auf dem Grundstück der Kirchenstiftung St. Elisabeth wird ein Neubau errichtet. Pfarrer Johannes von Bonhorst hofft auf eine Einweihung in drei Jahren. Die Suche nach einem Grundstück für eine Interimslösung läuft.

Planegg– Knapp vier Wochen nach dem Feuer im Kinderhaus steht fest, dass das Gebäude aus den 80er Jahren, das 2005 generalsaniert wurde, nicht mehr zu retten ist. Der Sachverständige der Versicherung, so von Bonhorst, habe es als Totalschaden eingestuft. In den frühen Morgenstunden des 1. März war im Kinderhaus ein Brand ausgebrochen. Obwohl die Freiwillige Feuerwehr Planegg nur fünf Minuten zum Einsatzort brauchte, war der Zerstörungsgrad so hoch, dass die Brandfahndung letztlich nicht klären konnte, was das Feuer ausgelöst hatte. Ein technischer Defekt in der Deckenbeleuchtung kann laut Polizeipräsidium nicht ausgeschlossen werden.

„Der Abriss soll zügig erfolgen“, sagt von Bonhorst. Ein genauer Termin stehe noch nicht fest. „Das ist hochkomplex, weil es zum Teil Sondermüll ist.“ Wie viele Gruppen das neue Kinderhaus beherbergen soll, sei offen. „Das wird sich aus der künftigen Nutzung und dem Bedarf an Kinderbetreuungseinrichtungen in der Gemeinde Planegg ergeben“, erklärt von Bonhorst. Das ehemalige Kinderhaus war auf drei Gruppen ausgelegt, wurde aber zum Zeitpunkt des Brandes nur von einer Kindergarten- und einer Hortgruppe genutzt. Welches Architekturbüro den Auftrag bekommt, sei ebenfalls noch nicht entschieden. Die Generalsanierung, die den alten Kindergarten auf Neubaustandard brachte, hatten die Münchner Pollok und Gonzalo ausgeführt. „Wir haben als Kirchenverwaltung ganz konkrete Vorstellungen. Die Gespräche laufen“, sagt von Bonhorst.

In der kommenden Woche steht ein Treffen von Kirchenverwaltung und Gemeinde an, um gemeinsam ein Grundstück in Martinsried für einen Container-Kindergarten zu finden, in dem die Kindergarten- und Hortkinder dauerhaft bis zur Fertigstellung des Neubaus unterkommen sollen. Im Augenblick besuchen die Hortkinder den von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) betriebenen Hort, der sich ebenfalls in der Einsteinstraße befindet. Die jüngeren Mädchen und Buben kamen zunächst im Kindergarten Spielkiste unter und haben jetzt Zuflucht in der Fortschritt-Kinderkrippe gefunden. „Wir sind hochdankbar, dass es so unkompliziert mit der AWO und Fortschritt lief“, sagt von Bonhorst. Das habe Eltern und Kindern sofort Sicherheit gegeben.

Die Container sind bereits organisiert. Sie gehören der Erzdiözese München und Freising. Im Augenblick sind sie in Garching im Einsatz. Ab August könnten die auf den Kindergartenbereich zugeschnittenen Module dann in Martinsried aufgestellt werden. Eine Inbetriebnahme bis Herbst nennt von Bonhorst „ein sehr ehrgeiziges Ziel“.

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