Bleibt bis Ende Oktober geöffnet: das Planegger Impfzentrum.
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Bleibt bis Ende Oktober geöffnet: das Planegger Impfzentrum.

Nach über 20.000 Injektionen

Aus für Planegger Impfzentrum

  • Nicole Kalenda
    VonNicole Kalenda
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Das Impfzentrum Planegg schließt: Letzter Tag ist der 31. Oktober. Im Landkreis München bleibt nur noch das Impfzentrum in Haar geöffnet. Auch die Standorte in Unterschleißheim und Oberhaching werden aufgegeben.

Planegg – Als die Containeranlage westlich des Planegger Bahnhofs am 2. März dieses Jahres seine Türen öffnete, kamen die ersten Impfwilligen ohne Termin schon eine Stunde vor Start – und wurden weggeschickt. Die 60 Biontech-Dosen am ersten Tag gingen allesamt an über 80-Jährige mit Impfeinladung. Jetzt, über 20.000 Injektionen später, sind die Tage des Impfzentrums gezählt.

Die Zeiten, in denen Vakzine ein knappes und begehrtes Gut waren, sind vorbei. Ausgelegt auf 200 Impfungen pro Tag, wurden in Planegg im August täglich 90 vorgenommen. Auch als die Terminvereinbarung entfiel, war kein vermehrter Andrang zu verzeichnen. „Jedoch hat das Impfen ohne Termin insgesamt für einen Hürdenabbau gesorgt“, heißt es vom Landratsamt.

Rückbau beginnt schrittweise

Die Impfstrategie des Freistaats sah zunächst vor, die Impfzentren bis zum 30. September zu schließen. Dann wurde nachjustiert, und ab Oktober sollten die Anzahl der Impfzentren, Personal und Öffnungszeiten an den aktuellen Bedarf angepasst werden, unter anderem soll lediglich ein Impfzentrum pro Landkreis bestehen bleiben. Das Landratsamt München entschied sich, noch bis Ende Oktober seine Impfzentren weiter zu betreiben. Auch nach dem 30. September arbeiten daher alle vier Impfzentren im Landkreis vorerst weiter, allerdings wird, wie von der Staatsregierung gefordert, die Kapazität auf 25 Prozent heruntergefahren. Gleichzeitig beginnt schrittweise der Rückbau der nicht mehr benötigten Räumlichkeiten. Ab November steht nur noch das Impfzentrum in Haar als zentrale Anlaufstelle zur Verfügung, von der aus die weiteren Aktionen in Sachen Impfungen koordiniert werden. Wie zu Beginn der Impfungen im Dezember 2020 sollen wieder vermehrt mobile Teams im Landkreis unterwegs sein und sowohl Erst- und Folge-, als auch Auffrischungsimpfungen vornehmen. Erste mobile Teams sind seit Mittwoch in den Alten- und Pflegeeinrichtungen im Landkreis unterwegs, um den Bewohnern und Mitarbeitern die Auffrischung anzubieten. Auch in den Impfzentren sowie im Rahmen von Sonderaktionen wurden bereits erste Auffrischungsimpfungen vorgenommen.

„Impfen ist nach wie vor unser wichtigstes Werkzeug im Kampf gegen das Coronavirus. Mit der Einführung der 3G-Regel hat die Schutzimpfung noch einmal an Bedeutung gewonnen“, sagt Landrat Christoph Göbel. Umso wichtiger sei, noch ungeimpften Bürgern „ so lange wie möglich und so wohnortnah wie möglich die Gelegenheit zu geben, sich umfassend beraten, informieren und bestenfalls im Anschluss daran auch wirklich impfen zu lassen“.

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