U6 an der Haltestelle Klinikum Großhadern mit Menschen von hinten auf dem Bahnsteig
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Noch endet die U6 an der Haltestelle Klinikum Großhadern.

Arbeiten an Parkdeck der künftigen U-Bahnstation Martinsried beginnen

U-Bahn: Erster Spatenstich am 18. November

  • Nicole Kalenda
    vonNicole Kalenda
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Die U6 soll ab Fahrplanwechsel 2025/26 nach Martinsried fahren. Der erste Spatenstich ist für 18. November angesetzt. Dann starten die Arbeiten am Parkdeck des künftigen U-Bahnhofs. Der Baubeginn für den knapp 1000 Meter langen U-Bahntunnel von Großhadern nach Martinsried ist für 2022 geplant.

Planegg – „Wir haben alle Planer an Bord“, sagte Dimitri Steinke, Geschäftsführer der U-Bahn Martinsried Projektmanagement GmbH & Co.KG (PMG), am Montag im Werkausschuss des Planegger Gemeinderates. Die PMG ist zuständig für sämtliche Aufgaben im Zusammenhang mit dem U-Bahn-Projekt. Steinke war ins Rathaus gekommen, um über die Fortschritte zu berichten. „Die Planer arbeiten sehr gut zusammen. Sie koordinieren sich selbst unter unserer Führung.“ Derzeit wird die mehrere Jahre alte Planung auf den aktuellen Stand gebracht, unter Berücksichtigung der geänderten Brandschutzvorgaben sowie der Auflagen aus der Planfeststellung von 2013 und der 2018 erfolgten Planfeststellungsverlängerung. „Wir wollen noch im Herbst die finale Tektur anstoßen. Das ist der erste große Meilenstein bei der Planung“, so Steinke. Man stehe in ständiger Abstimmung mit den Stadtwerken München und habe in der vergangenen Woche einen Termin bei der Regierung von Oberbayern gehabt. „Wir wollen eine U-Bahn bauen, die nicht nur funktioniert, sondern genehmigungsfähig ist.“ Ziel sei, „schon im Planungsprozess alles abzustimmen, sodass der eigentliche Genehmigungsprozess Formsache ist“.

80 Parkplätze nach wie vor ausreichend

Bevor es an die unterirdischen Gleisanlagen geht, steht das Parkdeck an, das über einem bestehenden Parkplatz errichtet wird. Die Baugenehmigung für den Ersatzparkplatz sei relativ schnell gekommen, auch die Tektur für das Parkdeck sei problemlos gewesen. Der Auftrag für den Ersatzparkplatz wurde erteilt. „Wir haben ein gutes Angebot bekommen und liegen unter der von den Planern aufgestellten Kostenschätzung“, so Steinke. Im November wird dann das Parkdeck in Angriff genommen. Im Planungsprozess habe man eigens noch mal beim MVV angefragt, ob die beschlossene Größe mit 80 Parkplätzen ausreichend sei. „Das wurde bestätigt“, so Steinke.

Wie teuer die U-Bahnverlängerung samt Martinsrieder U-Bahnhof wird, vermag die PMG noch nicht zu sagen. 2012 wurden die Kosten auf 73,5 Millionen Euro geschätzt, was allein schon wegen der gestiegenen Baukosten nicht reichen wird. Bauherr ist die Gemeinde Planegg, die 1,67 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten übernimmt. 3,33 Prozent schultert der Landkreis München, 95 Prozent kommen von Freistaat und Bund.

Die Gemeinde hat mit der Eigenbetrieb U-Bahnlinie 6 Gemeindewerk Planegg (U6 GwP) eine eigene U-Bahn-Firma gegründet, die den Zahlungsbetrieb abwickelt. „Die kompletten Finanzströme laufen einmal bei der Gemeinde durch“, so Kämmerer Peter Vogel, auch wenn alles von der PMG vorbereitet werde. Er präsentierte am Montag den Wirtschaftsplan 2021 der U6 GwP, der einen Eindruck davon gibt, wie viel das Projekt tatsächlich kosten wird. Im Vermögensplan stehen für die Jahre 2020 bis 2024 insgesamt 127,5 Millionen Euro, basierend auf einer Kostenaufstellung der PMG gemeinsam mit dem Projektsteuerer nach derzeitigem Stand. Gebaut wird auch noch 2025, sodass weitere Millionen hinzukommen werden.

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