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Die Münchner Bank schließt zum 31. Mai ihreNiederlassung in der Planegger Bahnhofstraße.

Münchner Bank

Planegger Filiale schließt

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Die nächste Bankfiliale im Würmtal schließt. Die Münchner Bank betreibt in Planegg bald nur noch einen Geldautomaten.

Planegg – Wer im Würmtal wohnt und eine Bank mit Geschäftsstelle in seiner Nähe sucht, hat immer weniger Auswahl. Wie im gesamten Bundesgebiet wird auch hier das Filialnetz dünner. Gerade in der Gemeinde Planegg schließt eine Geschäftsstelle nach der anderen.

In der Bahnhofstraße verschwand im November 2015 die Hypovereinsbank. Ein halbes Jahr, nachdem die Kreissparkasse im Juli 2016 ihre Filialen in Martinsried, Lochham und Stockdorf in reine Selbstbedienungsfilialen umgewandelt hatte, kündigte die Raiffeisenbank München-Süd ihren Rückzug aus Martinsried bis zur Jahresmitte 2017 an. Und nun teilte auch die Münchner Bank ihren Kunden mit, dass sie ihre Niederlassung in der Planegger Bahnhofstraße zum 31. Mai schließt. Die Bankmitarbeiter aus Planegg ziehen in die Filiale in der Gräfelfinger Bahnhofstraße, von wo aus sie ihre angestammten Kunden künftig betreuen. „Die Kunden bleiben bei ihren Beratern“, sagt Moritz Stigler, zuständig für strategische Vertriebsentwicklung bei der Münchner Bank.

Wirklich überraschend kommt die Schließung nicht. Die Münchner Bank, die älteste Genossenschaftsbank Bayerns, hat in den letzten Jahren schon mehrere ihrer mit Personal besetzten Geschäftsstellen im Stadtgebiet geschlossen oder in Selbstbedienungsstandorte umgewandelt. Im 2016 vorgelegten Bericht des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2015 hieß es, dass „die Optimierung der Filialstandorte unumgänglich“ sei. Grund für die Schließung in Planegg sei eine abnehmende Kundenfrequenz in den letzten Jahren, sagt Stigler. Immer mehr Kunden erledigen ihre Bankgeschäfte über das Internet. „Wir werden weiter vor Ort sein. Aber nicht mehr Tür an Tür.“

Wie sich die Kundenfrequenz in Planegg in den letzten Jahren entwickelte, will Stigler nicht sagen. Aber die Entwicklungen bei der Münchner Bank entsprächen dem bundesweiten Trend. Gemessen daran, dass sich die Zahl der Bankfilialen in Deutschland in den letzten vier Jahren halbiert habe, sei die Münchner Bank vor Ort noch gut vertreten.

Dass man die Gräfelfinger und nicht die Planegger Filiale erhalte, habe mit der Kundenfrequenz und den Wegen der Kunden zu den Filialen zu tun, aber auch mit Räumlichkeiten, der Ausstattung mit Geräten und der jeweilige Anzahl der Gewerbekunden.

In Planegg will die Münchner Bank künftig nur einen Geldautomaten betreiben. Der Standort steht noch nicht fest.

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