Neugestaltung des Planegger Bahnhofsareals

Baustopp sorgt für weitere Verzögerungen

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Planegg - Die Neugestaltung des Planegger Bahnhofsareals ist ein langwieriger Prozess. Nicht nur im Hinblick auf die Planung. Auch der Rückbau und die Verlagerung der Bahnanlagen zieht sich in die Länge.

Im Herbst vergangenen Jahres musste ein Baustopp verhängt werden, weil spezielle Kabeltypen erforderlich wurden. Die mit Kunststoff ummantelten Kabel hätten nicht zu den in der Vergangenheit verlegten Leitungen gepasst, man habe Störungen von Stellwerk zu Stellwerk befürchtet, erklärte Jenö Zeltner vom Projektsteuerungsbüro Nickol & Partner im Bauausschuss. Die Folge: Man musste nochmals Kabel des alten Typs anfertigen lassen, was ohne Vorlauf vor dem Winterquartal nicht mehr möglich war. Ursprünglich hatte die Gemeinde für die Verlegung der Bahnanlagen einmal das Ende des Jahres 2014 avisiert.

Als reine Baukosten sind für die Freimachung des Bahnhofsgeländes Kosten in Höhe von rund 500 000 Euro veranschlagt. Die dürften laut Zeltner zwar niedriger ausfallen, gleichzeitig hätte aber eine Vielzahl von neuen Anforderungen seitens der Bahn die Ausgaben in die Höhe schnellen lassen. Unter anderem musste die Gemeinde fehlende Bestandsunterlagen beibringen, um den in der Vergangenheit erhöhten Standards für Bahnhöfe gerecht zu werden. Bestehende Anlagen genössen Bestandsschutz, sagte Zeltner. Wer allerdings – wie Planegg – Änderungen vornehme, müsse auch die für die Modernisierung anfallenden Kosten tragen. „Die Bahn profitiert von den Leistungen der Gemeinde, ohne einen Heller rückzuvergüten“, meinte Herbert Stepp (Gruppe 21) verärgert. Eine Möglichkeit, die neuen Bestandsunterlagen zurückzuhalten, besteht allerdings nicht. Zeltner: „Die Bahn muss die Anlagen mit der Bestandsdokumentation übernehmen.“.

Monika Schulz (SPD) zeigte sich „entsetzt“ angesichts der gestiegenen Ausgaben für Planungs- und Projektmanagementleistungen. Für das Büro Nickol & Partner erhöhte der Bauausschuss die Auftragssumme von 90 000 auf 146 000 Euro, für die Firma GRE, die sich um Telekommunikationsanlagen kümmert, von 46 000 auf 86 000 Euro. Die Gesamtkosten für die Flächenfreimachung werden inzwischen auf 745 000 Euro geschätzt.

Die Bauarbeiten sollen nach den Osterferien wieder aufgenommen werden. Zeltner zeigte sich zuversichtlich, das sie bis Ende Mai endlich abgeschlossen sein werden.

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