Bräurosl 2018

„Bei uns weiß der Gast, was ihn erwartet“

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Die Vorbereitungszeit ist stressig, doch davon wird der Gast nichts mitbekommen. Die Planegger Wirtsfamilie Heide setzt auf Bewährtes, wenn am Samstag, 22. September, das 185. Oktober eröffnet wird. Seit 1936 ist sie Pächter der Pschorr-Bräurosl.

Planegg – „Gerade ist es zeitlich ein wenig eng“, sagt Daniela Heide. Zwei Wochen vor dem Start der Wiesn ist ihr die Vorfreude anzumerken. 18 Jahre Mitarbeit am Familienprojekt Bräurosl haben ihr den Spaß am größten Volksfest der Welt nicht nehmen können. Das Festzelt hat Platz für 6250 Gäste, außen können sich weitere 2500 niederlassen. Damit alle zeitnah mit Bier, Schweinsbraten oder Kalbshaxe versorgt werden, sind während der 16 Tage, die das Oktoberfest dauert, 280 Bedienungen im Einsatz. „90 Prozent unserer Mitarbeiter kommen wieder“, sagt Daniela Heide.

An Tagen mit Hochbetrieb sind bis zu 100 Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes im Einsatz. Insgesamt, so Daniela Heide, zähle die Belegschaft rund 450 Personen. „Es ist etwas ganz Besonderes, dass ein so großes Team so toll funktioniert, dass der Teamgedanke während der ganzen Zeit so hochgehalten wird.“ Auch die Familie ist ein Team, in dem die Aufgaben seit Jahren klar verteilt sind. Mutter Renate Heide kümmert sich um Gäste und Bedienungen, Ehemann Pascal Heide-Nigg um die Küche und Daniela Heide gemeinsam mit ihrem Vater Georg um den Rest.

2004 wurde die Bräurosl neu konzipiert und galt damals als das modernste Festzelt auf der Wiesn. Erste Pläne für eine Neugestaltung der Inneneinrichtung liegen vor. Bis sich die Brauerei Hacker-Pschorr, deren Pächter die Familie Heide ist, für ein Konzept entscheidet, dürfte es dauern. „Das wird vermutlich 2020“, sagt Daniela Heide. Bis dahin gilt: „Bei uns weiß der Gast, was ihn erwartet.“

Abgesehen davon, dass der Bierpreis im Vergleich zum Vorjahr um 50 Cent auf 11,40 Euro gestiegen ist, wird heuer erstmals eine Reservierungsgebühr fällig. Einen Euro pro Person verlangt die Bräurosl und liegt damit im unteren Bereich der großen Festzelte. „Wir haben einen erhöhten Verwaltungsaufwand“, sagt Daniela Heide. Nachfragen oder Beschwerden habe es während der Reservierungsphase keine gegeben. Die begann wie immer im Januar. Neukunden müssen sich gedulden, bis sie an einem der begehrten Donnerstage, Freitage oder Samstage einen Tisch bekommen. „Die Chancen sind gering“, sagt Daniela Heide. Ihre Familie fühlt sich den Stammgästen verbunden, die der Bräurosl seit Jahren die Treue halten.

Rubriklistenbild: © SIGI JANTZ

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