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Bela Bach ist ihrem Ziel, einem Sitz im Bundestag, ganz nah.

Landesvertreterversammlung der SPD

Bela Bach so gut wie sicher im Bundestag

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Landkreis – Bela Bach (26) schafft die Top 20. Auf der Landesvertreterversammlung in Nürnberg hält die Stimmkreiskandidatin der Landkreis-SPD Hoffnungen auf einen Einzug in den Bundestag aufrecht. Gegenwärtig sitzen 22 Sozialdemokraten aus Bayern in Berlin.

Erschöpft aber zufrieden kann Bach das wichtige Zwischenziel nach einem Wochenende mit wenig Schlaf und viel Arbeit als Erfolg abhaken. Mit dem heutigen Tag beginnt für sie der Wahlkampf. Die Jurastudentin aus Planegg ist seit Oktober auch Direktkandidatin für den Stimmkreis München-Land. Auf ihrem Programm stehen in den kommenden Wochen unter anderem Reden auf Weihnachts- und Neujahrsfeiern. Mit dem Besuch des stellvertretenden SPD-Vorsitzenden und Hessen-Chef, Thorsten Schäfer-Gümbel, am 2. Februar im Münchner Hofbräuhaus, läutet die Landkreis-SPD endgültig den Wahlkampf zur Wahl zum 19. Bundestag an.

Die ersten 21 Plätze auf der Landesliste wurden ohne Gegenkandidaten vergeben. Darauf hatte sich die von Florian Pronold (43) geführte Bayern-SPD verständigt. Der Niederbayer ist wie erwartet auf Eins gesetzt. Bach hingegen war von vornherein klar, dass sie es unter die Top 20 schaffen musste. Auch wenn die bayerischen Sozialdemokraten zur Zeit 22 Plätze im Bundestag belegen, die letzten Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin lassen Einbußen bei den großen Volksparteien erwarten.

Bach selbst sieht es als vordringliche Aufgabe der Partei, die SPD in einem „postfaktischen Zeitalter, wo Wahrheit keine Rolle mehr spielt, zurück zu den Wurzeln“ zu führen. Ohnehin geht ihre Rechnung nur auf, wenn die Bayern-SPD ihr Ergebnis von 2013 hält. „18 Prozent müssten wir erreichen.“ Dann würden die ersten 20 bis 22 Listenplätze triumphieren, so Bach.

Ihre Aufstellung als Direktkandidatin hatte Bach im Oktober mit traditionell sozialdemokratischen Werten errungen. In Berlin würde die 26-Jährige den linken Flügel und die Gruppe der vergleichsweise jungen Abgeordneten stärken. „Wir müssen die Enttäuschten, unsere Stammwähler zurückgewinnen.“ Die Aufstellung der Top 20 allerdings zeigt, dass zumindest die Bayern-SPD keine eindeutige Hinwendung zu klassisch sozialdemokratischen Werten „als Anwalt der kleinen Leute, von Arbeitnehmern und Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind“, wagt, wie Bach es gerne hätte. Bloß drei der ersten 22 Kandidaten sind neu im Team. Der aussichtsreichste unter den Neuen ist auf Platz 17: Michael Schrodi aus Fürstenfeldbruck.  

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