Kritik an Verein

 „Betreutes Wohnen“ soll Geschäftsmodell überprüfen

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Nach Krailling und Gräfelfing hat nun auch Planegg beschlossen, dem Verein „Betreutes Wohnen im Würmtal“ 2018 wieder einen Zuschuss zu gewähren. Doch es gibt kritische Stimmen, die die gemeindliche Mitfinanzierung für weitere Jahre infrage stellten.

Würmtal – Vor allem Anneliese Bradel (Grüne Gruppe 21) übt seit Jahren Kritik an dem Projekt, das älteren Menschen ein eigenständiges Leben ermöglichen soll. In diesem Jahr schloss sich auch Cornelia David (SPD-Fraktion) der Kritik an. Es sei nicht klar, ob es im Würmtal einen ausreichenden Bedarf für das Angebot gebe, sagte sie im Hauptausschuss.

Der Verein „Betreutes Wohnen im Würmtal“ bietet gegen eine monatliche Gebühr an, alle notwendigen Unterstützungsleistungen zu übernehmen, die Senioren brauchen, um weiter in den eigenen vier Wänden leben zu können; vom Pflegedienst über den Hausnotruf bis zur Einkaufbegleitung. Die erbrachten Leistungen müssen von den Nutzern aber an die jeweiligen Anbieter gezahlt werden, sofern nicht Kranken- oder Pflegeversicherungen aufkommen. Der Verein rechnet mit seinen Kunden auch Tätigkeiten durch von ihm organisierte Ehrenamtliche ab. Das machte 2016 über ein Drittel seiner Einnahmen von 54 000 Euro aus. Das ist mehr als die Einnahmen aus den Betreuungsverträgen.

Die Kosten betrugen im Jahr 2016 gut 84 000 Euro, bei 56 Kunden in den drei Gemeinden, aus denen der Verein Zuschüsse erhält. Seitdem ging die Zahl der Verträge weiter zurück. Die Planegger Gemeinderäte sagten dem Verein für 2018 noch einmal einstimmig 11 000 Euro Zuschuss, also knapp ein Drittel des erwarteten Defizits, zu; auf Antrag von Anneliese Bradel allerdings unter der Maßgabe, dass die Gemeindeverwaltung mit Gräfelfing, Krailling und dem Verein zusammen überlegt, ob sein Geschäftsmodell so noch zukunftsträchtig ist.

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