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Ein zentralen Platz besitzt Martinsried inzwischen (hier der Martinsplatz bei der Einweihung), einen Bürgertreff soll der Ort noch bekommen. 

Gemeinderat

Bürgertreff und Bürgerbüro für Martinsried im Gespräch

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Anträge, Ergänzungsanträge, Änderungsanträge: Eine intensive Diskussion um die Einrichtung eines Bürgertreffs und eines Bürgerbüros in Martinsried prägte die letzte Sitzung des Planegger Gemeinderates vor der Kommunalwahl am 15. März.

Planegg – Mit wenigen Tagen Abstand hatten Anfang Dezember SPD und Freie Wähler Dynamische (FWD) die Anträge zu Bürgertreff und Bürgerbüro eingebracht, die nun auf der Tagesordnung standen. Im Planegger Rathaus sind im Bürgerbüro Einwohnermelde-, Pass-, Sozial- und Gewerbe- sowie Fundamt zusammengefasst. Um Martinsriedern den Gang dorthin zu ersparen, forderten die FWD ein zusätzliches Büro in dem Ortsteil zu errichten. Dort sollte zusätzlich eine „generationenübergreifende Begegnungsstätte“ installiert werden. „Die Bürger haben den Wunsch geäußert, dass sie sich treffen wollen. Die ältere Bevölkerung wäre sicher erfreut, wenn sie kurze Wege hätte“, sagte Cornelia David, die versuchte, Nägel mit Köpfen zu machen: „Wir haben konkrete Flächen.“ Mit den Vermietern habe sie bereits gesprochen.

Erstattung von Taxikosten sinnvoller?

Der CSU-Fraktion ging das zu schnell: „Man kann nicht erwarten, dass wir hier und heute über etwas entscheiden, was wir noch nie gesehen haben“, erklärte Hermann Nafziger und verwies auf die von den FWD ins Spiel gebrachte Miete von 2400 Euro monatlich sowie mögliche Personalkosten. Sein Fraktionskollege Michael Book legte nach. In Bezug auf David nannte er es „ungewöhnlich, dass Bürgermeisterkandidaten in der Weltgeschichte umeinanderrennen und Immobilienmakler spielen“. Die CSU beantragte, zu prüfen, ob ein Bürgerbüro realisierbar ist in Martinsried. Womöglich sei die Erstattung von Taxikosten sinnvoller.

Christian Haugg (FDP) fand die Idee, Bürgerbüro und Begegnungsstätte in denselben Räumen einzurichten „unausgegoren“. Seine Fraktion forderte „eine Konzeption zur Errichtung einer geeigneten Dienststelle der Rathausverwaltung in Martinsried“. Eine Begegnungsstätte sei hiervon getrennt zu prüfen.

Anneliese Bradel (grüne Gruppe 21) mahnte: „Wir produzieren laufende Kosten, die mit Steuergeldern bestritten werden. Dazu fehlt uns die Entscheidungsgrundlage.“

Einigkeit nach Sitzungsunterbrechung

Während einer Sitzungsunterbrechung formulierten Vertreter der Fraktionen einen gemeinsamen Antrag, der mit 24:0 Stimmen angenommen wurde: Eine Bürgerbefragung und die Zahlen aus dem Planegger Bürgerbüro sollen Aufschluss darüber geben, ob Bedarf besteht für Büro und Treff. Die Fraktionen zogen ihre Anträge zurück, auch die SPD, deren Antrag noch gar nicht zur Sprache gekommen war. Fraktionssprecher Felix Kempf sagte: „Die Einigkeit und diese politische Willenserklärung sind uns wichtiger als die genaue Umsetzung unseres ursprünglichen Antrags. Wir sehen unser grundlegendes Anliegen als verwirklicht an.“

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