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Kurze Verschnaufpause, dann geht es für Robert (r.) und Samuel Hrasky weiter mit dem Einrichten. foto:s nik

Neue hochmoderne Filiale

Café Vorort eröffnet in Martinsried

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Als die Türautomatik gerade eingestellt wird, kommen schon die ersten Kunden. Doch Samuel Hrasky muss sie vertrösten. Der Martinsrieder Ableger des Café Vorort eröffnet erst am Montag, 7. Januar. Bis dahin gibt es noch zu tun.

Martinsried – Möbelwagen stehen vor der Tür, Fliesenleger sind zugange, die Industriespülmaschinen laufen zur Probe, die Bezahlautomaten werden an die Kassen angeschlossen: In den letzten Tagen vor der Eröffnung des Café Vorort am neuen Martinsplatz sind die Hraskys fast rund um die Uhr im Einsatz. 300 000 Euro hat die Neurieder Bäcker- und Gastronomenfamilie in die Einrichtung samt Theke und Kühlanlagen investiert, hinzu kommt die Technik im Keller.

Dort befindet sich neben den Waschmaschinen und der Wärmepumpe die Wärmerückgewinnung. „Mit der Abwärme unserer Kühlanlagen heizen wir unser Wasser“, sagt Seniorchef Robert Hrasky. Das Wasser, das zum Spülen verwendet wird, hat eine andere Leitung als das für die Kaffeemaschinen. Das Spülwasser ist nicht nur frei von Kalk, es enthält überhaupt keine Mineralstoffe mehr – damit die Gläser keine Ränder bekommen. Robert Hrasky: „Wir wollen nicht polieren, wir finden auch keinen, der poliert.“

Der Cafébereich hat einen Boden aus Eichenparkett, der Verkaufsbereich ist gefliest, hinter der Theke ist ein PVC-Belag verlegt. Der ist weicher und schont die Gelenke der Mitarbeiter. 13 Arbeitsverträge sind für den Martinsrieder Ableger des Café Vorort unterschrieben. Es gibt einen Bäckereibereich, eine lange Theke mit Essen, 50 Sitzplätze im Café, voraussichtlich 60 im Freien und eine abgetrennte Eisecke mit Straßenverkauf. Die wird allerdings erst in Betrieb genommen, wenn die Temperaturen steigen. April dürfte es werden, schätzt Robert Hrasky.

An vier Kassen gleichzeitig kann per Automat bezahlt werden. Ins rechte Fach schiebt der Kunde Scheine, links wirft er Münzen ein. Das Wechselgeld erhält er ebenfalls aus dem Automaten. Für Hraskys hat das Zahlsystem, das schon in ihrer Snackeria in Gauting im Einsatz ist, zwei Vorteile: Hygiene und mehr Zeit für den Kunden. „Wir müssen das Geld nicht mehr anlangen“, sagt Samuel Hrasky. Und die Mitarbeiter könnten sich voll auf den Kunden konzentrieren, statt Wechselgeld zu zählen.

Der Kunde kommt, nach Einschätzung Robert Hraskys vor allem um die Mittagszeit aus dem angrenzenden Gewerbegebiet und bringt wenig Zeit mit. Tempo ist angesagt bei Businessmenü, Suppe, Pizza, überbackenen Broten und Flammkuchen. Hrasky: „Wir wollen hohe Qualität. Schnell heißt nicht auf die Schnelle zubereitet. Die Ausgabe muss schnell gehen.“

Sobald die Bestellung in die Kasse getippt ist, kommt der Bon in der Küche oder beim Kaffeeautomaten heraus. Ideal ist, wenn der Gast sein Essen gleich von der Theke mitnehmen kann. Falls es einen Augenblick braucht, erhält er einen Piepser, der ertönt, sobald das Essen fertig ist. „Es wird etwas mit Fleisch geben“, sagt Vegetarier Robert Hrasky, „aber das Menü ist in der Regel vegetarisch.“ Geöffnet ist das Martinsrieder Vorort sieben Tage die Woche, sobald die Eissaison losgeht auch abends länger. Vorerst gibt es keinen Alkohol, die dafür nötige Gastronomieerlaubnis ist noch nicht beantragt.

Hraskys haben einen langfristigen Vertrag abgeschlossen. „Wir wollen hier 20 Jahre bleiben“, sagt Robert Hrasky und spricht vom „Enthusiasmus, der dabei ist“. Die Familie steht dahinter, zwei der vier Kinder arbeiten mit. Robert Hrasky: „Es ist eine Toplage für uns, weil wir aus allen Bereichen nehmen können: Eis, Café, Backwaren, Essen.“ Am Samstag findet erst einmal ein Pre-Opening für die inzwischen über 100 Mitarbeiter der Hraskys statt, ab Montagmorgen können dann Kunden Frühstück mit Rührei und frisch gepresstem Orangensaft bestellen oder schnell Brot mitnehmen.

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