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Im März brannte das Kinderhaus aus. Verletzt wurde niemand, aber das Gebäude ist nicht mehr zu retten.

Interimslösung für Kinderhaus St. Martin

Die Container kommen

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Der Zeitplan ist straff: Am Montag werden die Container angeliefert, die dem Kinderhaus St. Martin in Martinsried als Domizil dienen sollen, bis ein Neubau fertiggestellt ist.

Planegg –  Vier Wochen bleiben Architekt Hans Wechner und den beauftragten Firmen, die Module aufzubauen, zusammenzusetzen, auf Vordermann zu bringen und einzurichten. Mitte September, wenn das neue Schuljahr beginnt, soll auch der Betrieb auf der Wiese zwischen Galileistraße und Kopernikusweg gegenüber dem ursprünglichen Kinderhaus aufgenommen werden.

Anfang März hatte ein Brand das Kinderhaus St. Martin in der Einsteinstraße zerstört. Damals waren dort eine Kindergarten- und eine Hortgruppe untergebracht, die mitsamt Betreuerinnen schnell in benachbarten Einrichtungen Unterschlupf fanden. Als feststand, dass das Gebäude nicht mehr zu retten ist, machten sich die Kirchenstiftung St. Elisabeth als Betreiber des Kinderhauses und die Gemeinde Planegg auf die Suche nach einem Grundstück für eine Interimslösung. Als am besten geeignet wurde das in Gemeindehand befindliche 1365 Quadratmeter große Areal südlich der Fortschritt-Kinderkrippe und gegenüber der Brandruine ausgewählt.

Die Container, die nun die Kinder von St. Martin beherbergen sollen, gehören der Erzdiözese München Freising. In den vergangenen Jahren waren sie in Garching im Einsatz. Dort sind sie nun nicht mehr erforderlich. Am vergangenen Dienstag begann die Demontage. In Martinsried sollen sie in der gleichen Konfiguration wie in Garching aufgebaut werden, mit zwei Gruppenräumen, einer Küche, einem WC- und Waschraum sowie einem Vorraum mit Garderobe.

Seit der Auswahl des Grundstücks Anfang Mai wird auf Hochtouren gearbeitet. Die Kanal- und Wasseranschlüsse wurden erstellt, dazu ein vorerst provisorischer Stromanschluss. Die auf dem Grundstück befindlichen Bäume wurden entsprechend der Vorgaben des Planegger Bauamtes mit einem Zaun geschützt und zurückgeschnitten. Der Humus und die darunter befindliche Erd- und Kiesmischung, Rotlage genannt, wurden abgeschoben, zuletzt Kies aufgeschüttet, um den Containern einen stabilen Untergrund zu verschaffen. Mit Beginn der Sommerferien ging die Baugenehmigung ein, ein Brandschutznachweis wurde erbracht und geprüft.

Architekt Wechner hofft, dass die für die Außenanlagen zuständige Schernthaner Garten & Landschaftsbau GmbH aus Neuried noch in dieser Wochen mit den Arbeiten beginnt. „Wir haben fast nur Firmen aus der Region genommen, die das irgendwie einschieben“, sagt Wechner. Die Kosten für die Maßnahme veranschlagt Pfarrer Johannes von Bonhorst mit rund 400 000 Euro: „Es läppert sich ganz schön zusammen.“

Da sich die Container nur für Kindergarten-, nicht aber für ältere Hortkinder eigenen, gab die Kirchenstiftung die Hortgruppe im Juli die Hortgruppe an den Hort der Arbeiterwohlfahrt in Martinsried ab. Nun sollen zwei Kindergartengruppen in der Interimslösung unterkommen, zunächst die bereits bestehende Gruppe, die nach dem Brand in der benachbarten Fortschritt-Krippe zu Gast war. Sobald das Landratsamt die Betriebsgenehmigung erteilt hat, soll die zweite Gruppe eröffnet werden und die Zahl der Kinder schließlich im Laufe der Wochen auf maximal 35 steigern.

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