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Chorprobe der Waldkirche Planegg im Gemeindesaal: Chorleiterin Sabine Herrmann (am Klavier) möchte auch die Jüngsten für das Singen begeistern. Der Kinderchor übt schon fleißig.  

Dank Sabine Herrmann gibt es vier Chöre in der Waldkirche

Die Menschen mit Gesang erreichen

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Musik soll ein Markenzeichen der Planegger Waldkirche werden. Daran arbeitet Kirchenmusikerin und Organistin Sabine Herrmann (53).

Planegg – Seit 2005 ist Sabine Herrmann schon an der Waldkirche tätig. Doch seit knapp vier Jahren gibt sie der Kirchenmusik in Planegg neuen Schwung. Erst gründete sie den Kinderchor. Das war ein Erfolg. Jetzt erwuchs aus den älteren Kindern bereits ein Jugendchor. Und schon gibt es in der Kirche zwei neue Chöre.

Herrmanns jüngster Streich war die Zweiteilung des Erwachsenenchors. Seit diesem Jahr hat die Waldkirche damit vier Chöre. Die Erwachsenen singen zum einen in der Kantorei. „Das ist für Leute, die sehr leistungswillig und -fähig sind“, erklärt Herrmann. Wenn es heuer am ersten Weihnachtsfeiertag in der Waldkirche „jauchzet, frohlocket“, wird es die Kantorei sein, die die erste Kantate des Weihnachtsoratoriums zur Aufführung bringt. Bach habe diese eigens für diesen Tag komponiert.

Ausschließlich Kirchenmusik wird der Chor aber nicht singen, sondern auch Pop und fetzige moderne weltliche Musik. Kurzum: alle Genres. Für die Erwachsenen, die einfach Spaß am Singen haben, gibt es den Singkreis – ohne Leistungsdruck und Aufführungszwang. „Dieser Chor ist zum Beispiel für ältere Leute und Menschen, die wahnsinnig gerne singen, die aber seit Schulzeiten nicht mehr dazu gekommen sind.“ Sabine Herrmann leitet alle vier Chöre der Waldkirche. Rund 75 Menschen singen dort wöchentlich. Und es dürfen noch mehr werden. Wer sich interessiere, sei herzlich willkommen, sagt Herrmann

Für die Neuausrichtung der Kirchenmusik an der Waldkirche hat sie die volle Unterstützung von Pfarrer Bernhard Liess. „Uns ist es sehr wichtig, die Kirchenmusik zu fördern, weil wir darüber viele Menschen ansprechen können, die wir sonst nicht erreichen“, sagt er. Pfarrer Liess ist stolz auf seine Kirchenmusikerin und Organistin. „Die kann das richtig“, sagt er.

Herrmann hat an der Münchner Musikhochschule Kirchenmusik studiert und ist diplomierte Musikpädagogin. Der Pfarrer, der gemeinsam mit ihr die Musik zu einem Markenzeichen der Kirche machen möchte, sagt: „Wir haben da sehr viel Zeit und Kraft investiert.“ Die Arbeit beginne nun, Früchte zu tragen. Das sei an den Kindern zu sehen. „Die singen sehr schön“, sagt Herrmann. Wer nicht mehr die Grundschule besucht, rutscht automatisch in den Jugendchor. Wenn es gut läuft, führt der Weg weiter in die Kantorei oder in den Singkreis. Das Angebot soll so breit sein, „dass für jeden was dabei ist, der gerne singt“, sagt Herrmann.

Der Kinderchor probt donnerstags ab 17 Uhr, der Jugendchor ab 18 Uhr, die Kantorei ab 19.30 Uhr. Der Singkreis übt montags ab 19.30 Uhr.

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