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Präsentierten die drei neuen „Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge“: Kommandant Martin Heizer (li.), Juliane Hasenknopf, Leiterin des Planegger Ordnungsamtes, und Bürgermeister Hermann Nafziger.

Für technische Hilfe gerüstet

Drei neue Feuerwehrfahrzeuge für 1,1 Millionen

  • Peter Seybold
    vonPeter Seybold
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Planegg – Die Freiwillige Feuerwehr Planegg freut sich über drei neue Fahrzeuge. Die „Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge“ (HLF 20) wurden als Ersatz für drei bis zu 23 Jahre alte Fahrzeuge der Planegger angeschafft. Planeggs Bürgermeister Hermann Nafziger, der früher selbst bei der Feuerwehr war, Kommandant Martin Heizer und Ordnungsamtsleiterin Juliane Hasenknopf holten am Mittwoch gemeinsam mit anderen Feuerwehrleutendie drei Fahrzeuge bei der Herstellerfirma Ziegler in Giengen ab. Die drei HLF 20 sind auf einem Mercedes-Benz Atego Fahrgestell aufgebaut. Die Motorleistung beträgt 299 PS beziehungsweise 220 Kilowatt.

Insgesamt haben die Kraillinger und Planegger Feuerwehr vier baugleiche Fahrzeuge bestellt, davon eines für die Kraillinger. Neben einer Kostenersparnis und einem höheren Zuschuss des Freistaats Bayern bietet die gemeinsame Bestellung „auch den Vorteil, dass bei gemeinsamen Einsätzen jeder das System der Fahrzeuge kennt“, erklärt Heizer. So könne vermieden werden, dass sich ein Feuerwehrmann oder -frau unter Umständen erst in das System eines Fahrzeuges einfinden muss, wenn bei einem Einsatz die Zeit drängt. Auch die Ausbildung könne vereinfacht werden, wenn die Feuerwehrleute nicht verschiedene Systeme mehrerer Fahrzeuge kennen müssen. Die Bedienung der Fahrzeuge sei auch insgesamt einfacher als die der alten Fahrzeuge. Die Kosten für ein HLF 20-Fahrzeug belaufen sich auf rund 380 000 Euro. Die Gemeinde Planegg musste somit insgesamt 1,14 Millionen Euro für die Fahrzeuge bezahlen. Der Freistaat Bayern schoß 392 700 Euro zu dem Kauf hinzu.

Neben der einfacheren und moderneren Technik bleibt der Planegger Feuerwehr mit den neuen Fahrzeugen auch einiges an Aufwand erspart. „Die alten Fahrzeuge sind natürlich im Laufe der Zeit reparaturanfällig geworden. Wenn ein Ersatzteil gebraucht wurde, musste dies erst beim Hersteller bestellt werden, was teuer war und stets ein bis zwei Monate gedauert hat“, berichtet Heizer. Zeit, in der die Fahrzeuge den Feuerwehrlern nicht zur Verfügung standen. Die neu angeschafften Wagen werden die ersten zwei bis drei Monate zunächst zur Ausbildung genutzt, die derzeit coronabedingt anders aussieht. Danach für die Ausbildung und Einsätze.

Die HLF-Fahrzeuge haben sich aus den Löschgruppenfahrzeugen entwickelt, nachdem sich das Einsatzspektrum von der Brandbekämpfung zunehmend zur technischen Hilfeleistung verschob und deshalb zusätzliche Beladung zur Unfallhilfe benötigt wurde. „Die HLF sind unser tagtägliches Arbeitsgerät. Praktisch jeder Einsatz wird mit ihnen abgewickelt“, erklärt Kommandant Heizer. Insgesamt verfügt die Planegger Feuerwehr über 13 Fahrzeuge.

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