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Einigung erzielt: Die Arbeiten an der U-Bahn-Verlängerung von Großhadern nach Martinsried könnten nächstes Jahr losgehen.

Jetzt fehlt noch die Zustimmung des Gemeinderates

Durchbruch bei U-Bahn-Verlängerung

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Ein Treffen im Landratsamt hat den Durchbruch gebracht: Der Spatenstich für die U-Bahn-Verlängerung nach Martinsried ist für 2018 anvisiert. Jetzt muss noch der Planegger Gemeinderat zustimmen.

Planegg– Die Verhandlungen zogen sich über Jahre. Und selbst, als sich Vertreter vom Freistaat Bayern, dem Landkreis München und der Gemeinde Planegg im Herbst 2014 grundsätzlich einig waren, passierte noch immer nichts für die Öffentlichkeit Sichtbares. „Es mag der Eindruck entstanden sein, bei der U6-Verlängerung nach Martinsried ginge nichts voran. Hinter den Kulissen wurde jedoch intensiv weitergearbeitet“, so Landrat Christoph Göbel.Mitte August lud er schließlich alle am Bau der U6-Verlängerung Beteiligten ins Landratsamt ein, um bei der komplexen Vertragsgestaltung vorwärtszukommen.

„Wir haben uns mündlich geeinigt und warten auf die Verträge“, sagte Planeggs Bürgermeister Heinrich Hofmann am Mittwoch auf Anfrage. Er rechnet mit einem regen Schriftverkehr in den kommenden Wochen. „Das Wichtigste für die Gemeinde waren in den vergangenen zwei Jahren die Folgekosten gewesen“, so Hofmann weiter. Über diese und weitere strittige Punkte sei nun „nicht zum Schaden der Gemeinde“ entschieden worden. Mehr will er nicht verraten. „Wir bereiten uns jetzt in Planegg auf die Gemeinderatssitzung vor.“ Im September komme das Thema nicht mehr auf die Tagesordnung. Auch auf die Oktober-Sitzung will sich Hofmann nicht festlegen lassen, er spricht von „Herbst“. Der Gemeinderat wurde, nachdem er einst seine positive Haltung signalisiert hatte, jahrelang vom Fortschritt der Verhandlungen in Kenntnis gesetzt, musste aber nie Verträgen zustimmen. Sollte er nun den allgemeinen Erwartungen nachkommen, dürfte es schnell gehen. Eine Gesellschaft für Projektmanagement muss gegründet, die Stelle des Projektmanagers EU-weit ausgeschrieben werden. Landrat Göbel: „Alle Projektbeteiligten sind zuversichtlich, sich im kommenden Jahr zum Spatenstich in Planegg zu treffen.“

Die Gesellschaft für Projektmanagement soll mit Planung und Ausführung der Maßnahme betraut werden und die finanziellen Risiken der Gemeinde Planegg im Rahmen halten. Bund und Freistaat tragen den Löwenanteil der Bau-, Anschaffungs- und Investitionskosten, vom Rest übernimmt der Landkreis zwei Drittel, die Gemeinde Planegg ein Drittel. So steht es im heute noch gültigen Kreistagsbeschluss. Wie viel die U-Bahn-Verlängerung letztlich kosten wird, ist schwer abzuschätzen. Ein 2012 in Auftrag gegebenes Konzeptpapier geht von 73 Millionen Euro aus. Eine genaue Berechnung lag aber auch damals nicht vor. Kostenfaktoren wie etwa eine Entsorgung von Bodenaltlasten wurden nicht berücksichtigt. Planeggs Bürgermeister Hofmann rechnet eher mit 100 Millionen.

Dass sich die Verhandlungen so lange hinzogen, erklärt Hofmann damit, dass immer wieder Klärungs- und Abstimmungsbedarf bestanden habe. Hofmann ist zuversichtlich: „Wenn der Gemeinderat zustimmt, dann geht es ratzfatz.“

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