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Abriss 2020: Läuft mit dem Bauantrag alles glatt, verschwinden die Gebäude an der Bahnhofstraße 13 und 15 im kommenden Jahr.  

Bauprojekt in Planegger Bahnhofstraße

Dussmann macht eins aus zwei

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Das Wohnbau-Unternehmen Dussmann hat die Grundstücke an der Planegger Bahnhofstraße 13 und 15 gekauft. Die Gebäude, in denen „Lotto Eulenlehner“ und die „Tee-Ecke Kiesel“ lange Jahre zu Hause waren, sollen einem Eckgebäude mit 1282 Quadratmeter Geschossfläche weichen.

Planegg– Das Immobilien-Unternehmen Dussmann Wohnbau hatte selbst 25 Jahre lang seinen Sitz in Planegg, bevor es in die Münchner Flößergasse umzog. Firmenchef Dieter Dussmann wuchs in der Würmtalgemeinde auf und ging hier zur Schule. Sein Unternehmen erwarb in den vergangenen Jahren das Grundstück Bahnhofstraße 33, wo einst Schreibwaren Walk residierte, und errichtete dort ein Gebäude mit acht Wohnungen und zwei Ladeneinheiten im Erdgeschoss. Nun sind die Grundstücke Bahnhofstraße 13 und 15 an der Reihe, die verschmolzen werden sollen. 

Der Planegger Bauausschuss beschäftigte sich jüngst mit dem Antrag auf Vorbescheid zum Bau eines Wohn- und Geschäftshauses. Der Bauherr hatte der Gemeinde zwei Varianten vorgeschlagen. Die Ausschussmitglieder wählten die kleinere. Beide Varianten haben ein ähnliches Grundkonzept, unterscheiden sich aber in der Geschossfläche.

Gertrud Eulenlehner hatte Ende vergangenen Jahres ihren Lotto- und Zeitschriftenladen an der Bahnhofstraße 13 wegen des Besitzerwechsels zumachen müssen. Auch die „Tee-Ecke Kiesel“, Hausnummer 15, schloss ihre Türen (wir berichteten). Der ehemalige Besitzer hatte das Grundstück an Dussmann Wohnbau verkauft. Dussmann möchte die beiden Gebäude abreißen und stattdessen ein neues, größeres, Haus in L-Form bauen. Im Erdgeschoss ist eine Ladenfläche vorgesehen. Darüber sind Wohnungen geplant. Außerdem soll eine Tiefgarage errichtet werden, die Zufahrt erfolgt von der öffentlichen Tiefgarage am Marktplatz. Insgesamt gibt es drei Geschosse.

In der Variante, der der Bauausschuss den Vorzug gab, beträgt die Grundfläche 464 Quadratmeter, die gesamte Geschossfläche 1282 Quadratmeter. Im Gegensatz zur abgelehnten Variante hat nur die vordere Bebauung drei Vollgeschosse, die rückwärtige kommt auf zwei.

Die Planegger Gemeindeverwaltung empfahl dem Ausschuss, die zweite Variante mit etwa 560 Quadratmetern Grundfläche und rund 1750 Quadratmetern Geschossfläche abzulehnen. Denn sie wäre mit dem Bebauungsplan für die Bahnhofstraße nicht vereinbar gewesen. „Insbesondere die Befreiung zur enormen Geschossflächen-Überschreitung, einem zusätzlichen Vollgeschoss und der höheren Wandhöhe berühren die Grundzüge der Planung“ heißt es in der Sitzungsvorlage. Der Bauausschuss folgte dieser Empfehlung einstimmig.

„Mit der ersten Variante können wir auch gut leben, es hätte mich aber gefreut, es wäre die zweite genehmigt worden, dann hätten wir noch mehr für den Bürger tun können“, sagte Dieter Dussmann im Merkur-Gespräch. Dussmann wollte in dem Gebäude eigentlich einen Bio-Markt unterbringen, der eine entsprechende Fläche benötigt. So wird es nun wieder ein kleineres Geschäft.

„Wir haben natürlich nicht alles in der Hand, ich denke aber, dass wir dann Ende des Jahres den Bauantrag stellen können“, so Dieter Dussmann. Sollte dieser erfolgreich sein, könne mit den Bauarbeiten wohl Ende des kommenden Jahres begonnen werden. Der Abriss fände in der Zeit davor statt. Dussmann: „Jetzt schon abzureißen und so ein Loch in der Bahnhofstraße zu erzeugen, würde keinen Sinn ergeben.“

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