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Ein Spielsalon und ein Eiscafé wollen in den ehemaligen Biomarkt in der Mathildenstraße einziehen.

Nutzungsänderung abgelehnt

Klage gegen Spielsalon-Verbot

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Planegg - Das Landratsamt München stimmt einem Spielsalon in der Planegger Mathildenstraße nicht zu. Dagegen will sich der potenzielle Betreiber vor Gericht wehren.

Der Leerstand des ehemaligen Biomarktes in der Mathildenstraße in Planegg wird wohl noch länger ein Leerstand bleiben. Und am Ende könnte trotzdem ein Spielsalon einziehen, den die Gemeinde dort nicht haben will. Zumindest will sich der Eigentümer der Räumlichkeiten diese Option weiter offenhalten. Und der potenzielle Betreiber will sie gerichtlich durchsetzen.

Seit 2014 der Biomarkt in der Mathildenstraße zumachte, gab es mehrere Mietinteressenten. Auch die Gemeinde wollte dort zwischenzeitlich eine Senioreneinrichtung unterbringen, machte dann aber einen Rückzieher. Letztes Jahr lag der Gemeinde dann ein Antrag auf Umbau und Nutzungsänderung in ein Lokal mit Glücksspiel-Automaten vor. Der Gedanke, dass an einer so zentralen Stelle im Ort, in unmittelbarer Nähe zur Bahnhofstraße, ein Spielsalon einziehen könnte, schreckte die Gemeinde auf. Sie sprach sich im April 2016 gegen den Betrieb der Automaten aus.

Entscheiden musste aber letztlich das Landratsamt. Inzwischen hat die Kreisbehörde die Nutzungsänderung abgelehnt, wogegen der Antragsteller jetzt klagt. Das hat Bürgermeister Heinrich Hofmann (SPD) jetzt im Bauausschuss berichtet.

Die juristische Klärung der Zulässigkeit könnte sich über Jahre ziehen, wenn nicht der Vermieter auf einen anderen Interessenten umschwenkt. Geben würde es den jedenfalls. Und der wäre der Gemeinde deutlich lieber. Der Planegger Immobilienmakler Ulrich Hallinger, den der Eigentümer bei der Mietersuche eingeschaltet hat, bestätigt, dass „das Interesse an der Eröffnung eines Eiscafés immer noch konkret“ sei. Die potenziellen Betreiber hatten einen Umbauantrag eingereicht, den die Gemeinde im Juli guthieß. Das Landratsamt hat aber noch nicht entschieden.

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