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Ehrung im Landratsamt: Landrat Christoph Göbel (li.) überreichte die Auszeichnung und das Preisgeld an Planeggs 2. Bürgermeister Peter Heizer (r.) und Roman Brugger, Mobilitätsreferent der Gemeinde.

Ehrung für Umweltschutz

Auszeichnung für Planeggs Radler

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Der Meeresspiegel steigt, das Klima spielt verrückt. Die Umwelt zu schützen, ist daher längst jedermanns Sache. In einem Festakt hat Landrat Christoph Göbel (CSU) Umweltschützer im Münchner Landratsamt am Mariahilfplatz ausgezeichnet. Darunter auch die Würmtalgemeinde Planegg.

Landkreis München – Landrat Christoph Göbel sieht den Landkreis, seine Bewohner, Vereine, Initiativen, Gemeinden und Firmen in der Verantwortung. „Am Ende kommt es auf jeden Einzelnen an, einen Beitrag innerhalb seines Handlungsspielraums zu leisten“, sagte der Landrat. Denn die Umwelt, die Natur und ihre wehrlosen Bewohner lassen sich auf vielerlei Wegen schützen: Eine Blumenwiese für Insekten anlegen, Streuobstwiesen pflegen, Wälder und Meere von Unrat reinigen, Elektro-Autos fahren oder daheim die Energie der Sonne nutzen.

Oder aufs Fahrrad umsatteln wie die Bürger von Planegg. Die Gemeinde wurde für ihr erneut hervorragendes Abschneiden beim Stadtradeln geehrt. 171 260 Kilometer haben 1209 Planegger in den drei Wochen der Aktion erstrampelt. Damit ergatterte Planegg zum dritten Mal in Folge den Preis für die fleißigste Radl-Kommune im Landkreis. Bundesweit kam die Gemeinde auf Platz 9, bayernweit auf Platz 6. Hierfür erhielt die Gemeinde eine mit 5000 Euro dotierte Anerkennung des Landkreises. Das Preisgeld in Höhe von 5000 Euro aus dem letzten Jahr wurde in zehn mobile Radständer investiert, die zukünftig bei Veranstaltungen zum Einsatz kommen

Eine der zahlreichen Geehrten ist Evi Wiertelorz (45) aus Taufkirchen. Sie rettet Frösche, Kröten, Molche und allerlei Getier, das im Frühjahr auf Brautschau geht. Froschdamen zieht es im März und April in den Tümpel, in dem sie selbst geschlüpft sind, die Männchen hinterher. Autos auf den Straßen dezimieren den Bestand.eit zehn Jahren müht sich das 45-jährige Mitglied des Bund Naturschutz in Taufkirchen, Amphibien im Frühjahr heil über den Marklweg zu geleiten: „Drei Wochen lang stehen wir uns nachts die Beine in den Bauch, halten Radfahrer und Fußgänger zurück.“ Meist gelingt es, die Tiere einzusammeln. Evi Wiertelorz ärgert dann besonders, dass die Gemeinde sich nach wie vor weigert, den Weg in den Abendstunden zu sperren.

Gerade in einem Landkreis, der ökonomisch prosperiert, ist es laut Landrat Göbel wichtig, den Energieverbrauch klimaneutral zu decken, Ressourcen zu schonen. Lothar Bruns (69) hat eine Weile gebraucht, um seine Passion zu finden. Der Mathematiker war in der Datenverarbeitung eines multinationalen Technologiekonzerns tätig. Heute ist er Vorsitzender des Umweltgartenvereins Neubiberg, und auf den Geschmack haben ihn eigentlich erst seine Kinder gebracht. Inzwischen bietet ihm der Umweltgarten, was er zeitlebens suchte: Lebensqualität. „Der Umweltgarten ist etwas Wertvolles für die Menschen in Neubiberg.“ Es gibt einen Baumlehrpfad, einen Biogarten, Ökoschule, Insektenhotel, Spielplatz und jede Menge Schafe, Ziegen und Hühner. Donnerstags ist Biomarkt, und Lothar Bruns möchte dann nirgendwo anders sein: „Im Umweltgarten ist es zu jeder Zeit schön.“

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