Gemeinderat segnet Bauentwurf ab

Eine halbe Million mehr fürs Kinderhaus

  • Nicole Kalenda
    vonNicole Kalenda
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Planegg – Das Kinderhaus St. Martin in Martinsried wird eine halbe Million Euro teurer als im Dezember vergangenen Jahres veranschlagt. Statt 5,21 Millionen geht die detaillierte Kostenberechnung nun von 5,7 Millionen Euro aus. Der Planegger Gemeinderat segnete am Donnerstag einstimmig den von Architekt Hans Wechner und weiteren Fachplanern vorgestellten Bauentwurf ab.

„Der Zeitplan ist sehr sportlich“, sagte Planeggs Geschäftsleiter Stefan Schaudig. Der Bauantrag soll im Juni eingereicht werden, die Werk- und Detailplanung bis Dezember abgeschlossen sein. In einem Jahr ist der Baubeginn angesetzt, 14 Monate später sollen die Arbeiten am Nachfolgebau des vor drei Jahren von einem Feuer zerstörten Kinderhauses abgeschlossen sein. Träger der Einrichtung in der Einsteinstraße ist die Kirchenstiftung St. Elisabeth Planegg. Mit ihr, der Kindergartenleitung und der Erzdiözese München und Freising ist der Entwurf abgesprochen. Er sieht im Erdgeschoss Platz für zwei Kindergartengruppen vor. Das Dachgeschoss ist für den Hort vorgesehen. Auf Wunsch der Gemeinde wird dort eine zusätzliche zweite Gruppe untergebracht.

Die Versicherung übernimmt 1,53 Millionen Euro. Ihr Anteil ist nicht höher, weil sie nur für ein Gebäude wie das zerstörte aufkommt, das Anfang der 80er Jahre errichtet wurde und längst nicht den heutigen Anforderungen entsprechen würde. Das Ordinariat schultert mit 1,2 Millionen ein Drittel der Restsumme. Planegg zahlt zwei Drittel plus 565 000 Euro für die zusätzliche Hortgruppe und kommt insgesamt auf 2,97 statt wie im Dezember ursprünglich anvisiert 2,66 Millionen.

Die Kostensteigerung liegt an zusätzlichen Leistungen. Im Zuge eines Bodengutachtens wurden Altlasten im Bereich des Sandspielplatzes entdeckt, die entsorgt werden müssen. Wegen der vierten Gruppe muss ein zusätzlicher Stellplatz auf dem Parkplatz geschaffen werden, was eine Umgestaltung erfordert. In jedem Aufenthaltsraum werden Lüfter sowie CO2-Monitore installiert. „Die Planung ist sehr wirtschaftlich“, sagte Katharina Röser, Projektingenieurin bei Hitzler Ingenieure.

Auch bei der Fotovoltaikanlage achtete die Erzdiözese auf Wirtschaftlichkeit. Die 15-kW-Anlage, die 80 m2 Dachfläche beansprucht, soll sich innerhalb von sechs Jahren amortisieren.  

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