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Der Baumbestand auf dem Gelände des ehemaligen Gasthofs zur Eiche muss weichen. Nach Expertenmeinung ist es nur das Ende einer „Fällung auf Raten“.

Gemeinde kündigt Fällarbeiten an

Ende der Kastanien vom Gasthof zur Eiche

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Der Fällkran kommt. Am Dienstag, 23. Januar, werden 35 Bäume auf dem Gelände des Gasthofs zur Eiche am Planegger S-Bahnhof gefällt. Sie müssen verschwinden, um Platz zu schaffen für den Abbruch des Gasthofs und die anstehende Neugestaltung des Bahnhofareals.

Planegg „Die Bäume sind mehr oder weniger stark vorgeschädigt“, sagt Richard Richter, Leiter des Planegger Bau- und Umweltamtes. Als die Gemeinde 2007 den Gasthof samt Biergarten erwarb, nahm sie eine Gesamtbewertung vor. Jeder Baum wurde kontrolliert, ins Kataster aufgenommen und mit einem eigenen Datensatz versehen. Vergeben wurden, ähnlich Schulnoten, Bewertungen zwischen 1 und 5. Eine 1, nämlich Vitalität ohne jegliche Vorschäden, erreichte kein Baum. Die meisten liegen zwischen 3 und 4. Ab 4 werde es „ein bisschen kritisch“. Eine Eiche wurde mit 5 bewertet, die Verkehrssicherheit war nicht mehr gegeben. Sie ist längst teilgefällt, ihr Torso diente bisher als Totholzbiotop.

Bei fast allen Bäumen handelt es sich um weißblühende Kastanien. Drei Eichen, eine Linde und ein Feldahorn, der außerhalb des Biergartens Richtung Bahngelände steht, komplettieren den Bestand. Eine Kastanie befindet sich noch in der Reifungsphase, der Rest hat bereits die Alterungsphase erreicht. Richter, dem keine Informationen über den Pflanzzeitpunkt vorliegen, schätzt ihr Alter auf 60 bis 80 Jahre. „Dafür sind sie viel zu klein, was am schlechten Standort liegt.“

Standfest dürften nach seiner Einschätzung alle Bäume sein, doch die Vorschäden minderten die Bruchsicherheit. In die Stämme wurde zum Beispiel hineingebohrt, um Befestigungen für die Außenbeleuchtung montieren zu können. „Da wurden Eintrittspforten für Pilze geschaffen“, so Richter. Auch die bis in die späten 80er Jahre praktizierte Baumchirurgie richtete dauerhaften Schaden an. Richter: „Damals wusste man es nicht besser.“ Bei Schäden seien die betroffenen Stellen ausgefräst und die Abschottungszone, die der Baum mühsam aufgebaut habe, entfernt worden. Schlimmstenfalls sei der Baum damals mit Beton ausgegossen worden.

Ebenfalls der Vitalität nicht zuträglich war der „typische Biergartenschnitt“. Die Kronen wurden massiv beschnitten, um jede Bruchgefahr auszuschließen. Doch dabei entstanden, so Richter, „Kappungswunden, in die es wieder reinfaulte. Aus fachlicher sicht ist es bescheuert, gesunde Kronen so einzukürzen.“ Richter spricht von einer „Fällung auf Raten“.

Den Auftrag für die Fällarbeiten erhielt die Firma Baumpflege Kärtner Theuerkauf aus München, die mit 4700 Euro das günstigste Angebot abgab. Sie rückt am Dienstag mit einem speziellen Kran an. Der Greifer umfasst den Baumstamm direkt über der Sägevorrichtung und lässt die abgetrennten Teile vorsichtig zu Boden. Weil der Kran rasches Arbeiten ermöglicht, ist nur ein Tag für alle 35 Bäume eingeplant. Das Holz wird zu Hackschnitzeln verarbeitet.

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