Förderprogramm zur Energieeinsparung

Planegg wird sein Geld nicht los

  • schließen

Planegg -  100 000 Euro stellt die Gemeinde Planegg jährlich für ihr Förderprogramm zur Energieeinsparung und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Verfügung. Doch der Fördertopf wird von den Bürgern nicht geleert.

2013 wurden erstmals nicht die kompletten Mittel abgerufen, 2015 blieben gar 71 000 Euro im Fördertopf. Der Ausschuss für Umwelt, Bauleitplanung und Verkehr beschloss jetzt einstimmig, das Programm überarbeiten zu lassen, mit dem Ziel, es attraktiver zu machen.

Die FDP-Fraktion hatte eine Modernisierung und Erweiterung des Förderprogramms gefordert. Und damit „offene Türen eingerannt“, wie es Johannes Rausch vom Umweltamt nannte. Seit September vergangenen Jahres bemüht sich nämlich auf Landkreisebene ein Arbeitskreis, Förderprogramme zu vereinheitlichen und auf Vordermann zu bringen. Einmal monatlich finden Treffen statt. Ziel ist, einzelne Module zu erarbeiten, die die Gemeinde dann nach Wunsch zu Programmen zusammensetzen können. Das, so Rausch, erleichtere den beauftragten Handwerkern die Arbeit, da sie sich nicht jedes mal aufs Neue einlesen müssten. Auch die Öffentlichkeitsarbeit soll verstärkt werden, um das Interesse der Immobilieneigentümer an Zuschüssen zu wecken. Rausch schätzt, dass der Arbeitskreis „mit Sicherheit bis Mitte des Jahres“ benötigen wird, bis er Ergebnisse präsentieren kann.

Die Gemeinde Planegg führte das Energiesparförderprogramm Mitte der 90er Jahre ein. Lange Zeit wurde es regelmäßig zu 100 Prozent ausgeschöpft, einmal waren die Mittel bereits im September aufgebraucht, ein anderes Mal sogar schon im März. Beliebt waren Dämmmaßnahmen im Dachbereich und Außendämmung, aber auch Photovoltaikanlagen oder thermische Solaranlagen. „Landkreisweit ist das Interesse eingebrochen“, sagt Rausch. Gegensteuern will man nun, indem man neue Fördermöglichkeiten aufnimmt. Da die Einspeisevergütung für Photovoltaik in den vergangenen Jahren immer weiter runtergefahren wurde und die Dachanlagen damit unattraktiver wurden, sollen nun auch Stromspeicher für Photovoltaik förderfähig werden. Diese ermöglichen es, den Solarstrom selbst zu verbrauchen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Zweckverband investiert sechs Millionen
Sechs Millionen Euro will der Würmtal-Zweckverband im kommenden Jahr in neue Leitungen investieren. Rund 1,3 Kilometer Abwasserkanäle sowie 2,2 Kilometer Wasserleitungen …
Zweckverband investiert sechs Millionen
Wohnungen für Studenten im Gespräch
Die Gemeinde Krailling kann sich entlang des Höhenwegs und der Bahngleise eine viergeschossige Bebauung vorstellen. Das hat jetzt der Bauausschuss signalisiert.
Wohnungen für Studenten im Gespräch
Gräfelfing für Zertifizierung
Zu den Maßnahmen, die Gräfelfing zum Schutz des Klimas ergriffen hat oder plant, zählt nun ein weiteres Tätigkeitsfeld: Auf den Baustellen der Gemeinde – ob Sanierung …
Gräfelfing für Zertifizierung
Option Neuwahl nicht beliebt
Die Jamaika-Sondierungen sind gescheitert. Im Würmtal und im Wahlkreis München-Land gibt es Stimmen für Lösungen jenseits von Neuwahlen und Großer Koalition.
Option Neuwahl nicht beliebt

Kommentare