Ansicht Ost des Erweiterungsbaus des Planegger Feodor-Lynen-Gymnasiums
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Ansicht Ost: Senkrechte Holzlamellen an der Fassade im ersten und zweiten Obergeschoss sorgen für Akzente.

Ab September 2024 Platz für zwölf Klassen

FLG-Erweiterung: Entwurf abgesegnet

  • Nicole Kalenda
    vonNicole Kalenda
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Kein Verbindungsgang zum Hauptgebäude, dafür voll unterkellert: Die Planungen für den Erweiterungsbau des Feodor-Lynen-Gymnasiums schreiten voran. Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Staatliches Gymnasium im Würmtal stimmte gestern dem Entwurf zu.

Planegg – 2018 hatte die Verbandsversammlung beschlossen, die Raumnot im FLG mit einer eigenständigen Erweiterung nördlich des Hauptgebäudes zu beenden. Im vergangenen Sommer präsentierte Matthias Marschner vom beauftragten Münchner Architekturbüro „hirner & riehl“ einen Vorentwurf. Dessen Konkretisierung stellte er am Montag vor. „Wir konnten in etwa im Budget bleiben“, so Marschner. 11,72 Millionen Euro sind als Gesamtsumme im aktuellen Kostenvoranschlag angegeben, rund 70 000 mehr als im Sommer. Um Kostensicherheit zu bekommen, soll die Ausschreibung möglichst bald beginnen. Der Zeitplan insgesamt hat sich nicht verändert: Die Übergabe des Erweiterungsbaus ist in der ersten Jahreshälfte 2024 vorgesehen. Mit Beginn des Schuljahres 2024/25 soll er in Betrieb genommen werden.

Dezentrale Lüftung im Normalfall nur zu 50 Prozent ausgelastet

Das Gebäude in Massivholzbauweise ist nahezu würfelförmig. Die großzügige Pausenhalle im Erdgeschoss ist für Veranstaltungen nutzbar. Außerdem befinden sich dort eine Lehrerstation mit Arbeits- und Ruhebereich, eine großzügige Toilettenanlage, ein Computerraum, Beratungsräume und die Aufgänge zu den beiden Treppenhäusern. Im ersten und zweiten Obergeschoss sind jeweils sechs Klassenräume untergebracht, die sich zusammen mit drei kleineren Arbeitsräumen um eine zentrale Mitte gruppieren. Im zweiten Stock gibt es zwischen einem Klassenzimmer und der zentralen Mitte, eine schalldichte, mobile Trennwand, sodass bei Bedarf ein großer Raum entstehen kann. Die dezentrale Lüftung verfügt über Kapazitäten, die laut Marschner in der Regel nur zu 50 Prozent genutzt werden. Im Falle künftiger Pandemien könne die Auslastung erhöht werden. Das Flachdach wird fast vollständig mit einer Fotovoltaikanlage belegt.

Neu ist die Vollunterkellerung. Ursprünglich sollte nur ein Teil unterkellert werden. Weil der Untergrund nicht ausreichend tragfähig ist, „müssen wir ohnehin ausheben und einen Bodenaustausch vornehmen“, so Marschner. Der Kostenunterschied sei deswegen „nicht so groß, und die zusätzlichen Räume können gut genutzt werden“.

Eine unterirdische Verbindung zwischen Hauptgebäude und Erweiterungsbau wird es wegen des zu großen Aufwandes nicht geben. „Die paar Meter im Freien zu gehen, ist sowohl Lehrern als auch Schülern zumutbar“, so Stefan Schaudig, stellvertretender Geschäftsführer des Zweckverbandes. Ein oberirdischer, überdachter Verbindungsgang scheidet aus, weil er die Zufahrt unter anderem für Rettungsfahrzeuge blockieren würde.

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