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Schlüsselübergabe: Astrid Ühlein übernimmt die Heimleitung von Ulrich Spies. Hinten Günther Bauer (li., Vorstand) und Gerhard Prölß (Geschäftsführer) der Inneren Mission.

Evangelisches Alten- und Pflegeheim Planegg

Abschied von Leiter Ulrich Spies

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Nach knapp 13 Jahren im Amt hat das Team des Evangelischen Alten- und Pflegeheims Planegg seinen Leiter Ulrich Spies in den Ruhestand verabschiedet. Mehrere Festredner lobten das Engagement und die kulturelle Arbeit des 64-Jährigen. Ulrich Spies blickte zufrieden auf seine Tätigkeit zurück.

Planegg– Anfang 2006 hatte Ulrich Spies die Leitung des Heims an der Germeringer Straße übernommen, nachdem der Sozialpädagoge zuvor bei der Arbeiterwohlfahrt und einem Bestattungsinstitut gearbeitet hatte. Zum Abschied halten sich jetzt bei ihm „das lachende und das weinende Auge die Waage“, so Spies im Merkur-Gespräch.

Die Arbeit im Heim habe ihm immer viel Freude gemacht. „Nun kommt aber ein neuer Schritt mit mehr Zeit“, auf den sich der Münchner schon vorbereitet habe. Seine Vorträge bei der Volkshochschule und dem Elisabethenverein möchte Ulrich Spies weiterhin halten, außerdem viel Klavier spielen.

In den 13 Jahren seiner Tätigkeit hat sich in der Altenarbeit viel verändert: „Die Pflegedokumentation und Bürokratie wird immer umfangreicher, was viel Arbeit macht“, sagt Spies. Er habe in seiner Amtszeit stets darauf geachtet, „die begrenzten Mittel möglichst so gut zu verteilen, dass alle bei uns so gut wie möglich leben, außerdem wollte ich als Sozialpädagoge immer alle bei Entscheidungen mitnehmen.“ An Höhepunkte wie die Konzerte im Rahmen des „Pianistenclub München“ und Ausstellungen im Haus erinnert sich Spies gerne.

„Der Mensch denkt, Gott lenkt, und so war auch Herr Spies für uns eine Fügung“, sagte Gerhard Prölß, Geschäftsführer der Inneren Mission München, dem Träger des Heims, bei der Verabschiedung von Spieß am Dienstag Mittag im Altenheim. Prölß lobte insbesondere das kulturelle Engagement von Spies und die „gute Ausbildung im Haus, durch die viele Planegger Azubis jetzt in anderen unserer Häuser arbeiten“.

Die im Heim tätige Pfarrerin Susanne Uhrig betonte die „offene, einladende Atmosphäre“ des Hauses unter Spies mit vielen Blumen und der immer offenen Bürotür des Heimleiters. „Sehr wohlgefühlt“ hat sich nach eigener Aussage stets auch Planeggs Bürgermeister Heinrich Hofmann. Er habe mit Spies regelmäßig Themen besprochen. „Probleme hat es ja nie gegeben“, so Hofmann in seiner Rede.

452 Anträge habe der Heimbeirat in der Amtszeit von Ulrich Spies gestellt, sagte Manfred Blank, Vorsitzender des Beirats. „Nur ein paar Punkte blieben offen, zum Beispiel die Bemalung des Maibaums“, die bis heute nicht vollzogen sei, so Blank lachend. Trotzdem gelte: „Wir sind alle ein großes Team.“

Astrid Ühlein übernimmt nun die Nachfolge von Ulrich Spies. Ihr Vorgänger überreichte ihr symbolisch am Dienstag den Generalschlüssel des Hauses. „Ich habe in den ersten beiden Tagen schnell gemerkt, dass ich ein hervorragend geführtes Haus mit starkem Fundament übernommen habe“, sagte Ühlein, die am Montag ihren Dienst in Planegg angetreten hat (ausführliche Vorstellung folgt).

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