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Das Feodor-Lynen-Gymnasium soll erweitert werden.

Zweckverband Staatliches Gymnasium im Würmtal

FLG bekommt Neubau im Norden

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Ein Neubau im Norden soll die Platzprobleme des Feodor-Lynen-Gymnasiums lösen. Eine erste Kostenschätzung geht von 10 Millionen Euro aus. Der Zweckverband Staatliches Gymnasium im Würmtal gab jetzt grünes Licht.

Planegg – Die Erweiterung ist ein Dauerthema. „Das wurde schon vor sieben Jahren diskutiert“, so Stefan Schaudig,Geschäftsleiter des Zweckverbandes, am Freitag auf der Verbandsversammlung im Planegger Rathaus. „Die Schule entspricht in ihrer räumlichen Ausdehnung nicht mehr den heutigen Anforderungen an Gymnasien.“ Die benötigten Räume, so seine Stellvertreterin Christin Hafer, seien nicht im Bestand oder durch Umbau beziehungsweise Aufstockung zu organisieren.

Aktuell umfasst das Feodor-Lynen-Gymnasium (FLG) 5100 Quadratmeter Fläche, förderfähig sind aber 6600 Quadratmeter. Die noch nicht ausgenutzten 1500 Quadratmeter will man nun dort unterbringen, wo bisher die überdachten Radständer stehen. „Das ist die einzig mögliche Stelle“, sagte Diplom-Ingenieur Jürgen Gollwitzer, der mit Machbarkeitsstudie inklusive Raumnutzungs- und Erweiterungskonzept betraut war. Angedacht ist ein Gebäude mit zwei Trakten, das nicht mit dem 40 Jahre zählenden Altbau verbunden ist. Dort sollen die Klassen der Mittelstufe untergebracht werden, während Unterstufe, Oberstufe und die Fachräume etwa für die Naturwissenschaften im Bestandsgebäude bleiben.

Ein Trakt mit drei Stockwerken beherbergt pro Etage einen Jahrgang mit jeweils vier Klassenzimmern, ein zweiter Trakt enthält Funktionsräume wie die sanitären Anlagen. Dieser soll nur zwei Geschosse zählen und mit einer Dachterrasse abgeschlossen werden. Im Keller sind unter anderem Lagerflächen geplant. Dem Planegger Zweckverbandsmitglied Annemarie Bradel erschienen drei Stockwerke für den Klassenzimmertrakt sehr massiv: „Das ist ein landschaftlich sensibler Standort, was in die Planung mit einfließen sollte.“

Das Areal, das für die Erweiterung benötigt wird, ist Eigentum der Gemeinde Planegg, deren Bürgermeister Heinrich Hofmann zugleich als Vorsitzender des Zweckverbandes fungiert. Über eine Überlassung muss verhandelt werden. Zudem muss die Gemeinde den Bebauungsplan anpassen. Frühestens in zwei Jahren, schätzt Schaudig, dürften die Bauarbeiten beginnen.

Der Zweckverband schreibt nun die Mitgliedsgemeinden Planegg, Neuried und Krailling an, um die Kostenübernahme zu regeln. Von den geschätzten 10 Millionen bezuschusst der Freistaat rund 1,43 Millionen. Der Landkreis München übernimmt 4,3 Millionen, also 70 Prozent der förderfähigen Kosten der Gemeinden Planegg und Neuried.

Nach dem Durchschnitt der Schülerzahlen der vergangenen zwölf Jahre muss Planegg noch 1,47 Millionen, Neuried 810 000 und Krailling knapp 2 Millionen zahlen. Allerdings hat Krailling die Möglichkeit, sich einen Großteil über den Landkreis Starnberg zurückzuholen.

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