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Das Datenvolumen reicht kaum noch: Das Feodor-Lynen-Gymnasium soll einen Glasfaseranschluss bekommen.  

Feodor-Lynen-Gymnasium soll Glasfaseranschluss bekommen

Nadelöhr Hausmeisterkeller

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Schnelles Internet ist ein rares Gut in Planegg, nicht nur in einigen Wohnvierteln, auch auf dem Gelände des Feodor-Lynen-Gymnasiums (FLG).

Planegg– Der Zweckverband Staatliches Gymnasium im Würmtal will sich nun bemühen, mittels staatlicher Förderung die Schule mit einem durchgängig gigabitfähigen Breitbandanschluss zu versorgen. Davon würden auch das Kupferhaus und die auf dem Schulareal angesiedelten Vereine profitieren.

„Das FLG-Gelände ist ein weißer Fleck“, sagt Stefan Schaudig, Geschäftsleiter der Gemeinde Planegg und stellvertretender Geschäftsleiter des Schul-Zweckverbandes in Personalunion. Per Kupferkabel, was das Datenvolumen automatisch limitiert, sind sämtliche Liegenschaften auf dem Gelände mit Internet versorgt. Der Anschluss befindet sich im Keller der Schulhausmeister-Wohnung. „Das ist das Nadelöhr“, sagt Schaudig. Als vor über zehn Jahren das gemeindliche Kupferhaus gebaut und im April 2009 schließlich eingeweiht wurde, ging man im Rathaus davon aus, dass die Telekom eine eigene Leitung verlegt. Tatsächlich schloss sie das Kupferhaus nur an den Knotenpunkt im Hausmeisterkeller an. Gemeinde, Vereine und vor allem die Schule brauchen aber immer mehr Datenvolumen, sodass die Kapazitätsgrenzen inzwischen erreicht sind.

Der Schule stehen dreimal 25 000 kBit/s zur Verfügung, eine Leitung ist für die Verwaltung reserviert, eine weitere fürs Lehrer-Netz und die letzte fürs Schüler-WLAN. „Jeder Schüler kann mit dem Handy ins Schülernetz“, sagt Christin Hafer, Geschäftsleiterin des FLG-Zweckverbandes. Mehrere hundert Nutzer sind angemeldet. Da kann es schnell zu Engpässen kommen. Kupferhaus und Vereine müssen sich mit dem Rest begnügen, der sich maximal auf 25 000 kBit/s beläuft.

Eine stabile Breitband-Intenetverbindung, die große Datenmengen transportieren kann, wird an Schulen zunehmend wichtiger. „Es gibt immer mehr Förderpakete, die Breitband voraussetzen“, so Hafer. Unter dem Stichwort digitales Klassenzimmer werde eine wachsende Zahl von Endgeräten über WLAN genutzt. Schaudig: „Wir brauchen mehr Datenvolumen, um den schulischen Anforderungen gerecht zu werden.“

Im Rahmen der Grundsanierung des Gymnasiums, die über Jahre läuft, verlege man im Gebäude Glasfaserkabel, um ideale Voraussetzungen zu schaffen. Nun soll auch die Leitung zur Schule durchgängig Glasfaser werden. Möglich macht es ein Förderprogramm des Freistaates. Der Fördersatz für durchgängige, gigabitfähige Glasfaseranschlüsse für Schulen liegt bei 80 Prozent. Die Breitbandberatung Bayern soll bei der Antragstellung helfen und die Ausschreibung für Telekommunikationsunternehmen vorbereiten. In der Nachbargemeinde Gräfelfing hat der Gemeinderat bereits beschlossen, einen Zuschussantrag beim Freistaat zu stellen, um alle drei Schulen auszustatten.

Sollte das FLG ebenfalls in den Genuss eines Glasfaseranschlusses kommen, bliebe die Kupferleitung inklusive der bis jetzt vom Gymnasium beanspruchten 75 000 kBit/s für Kupferhaus und Vereine. Schaudig: „Dann können wir schauen, ob das für die Anforderungen ausreicht.“ Schule und Gemeinde hätten zwei getrennte Leitungen, beide Anschlüsse würden aus dem Hausmeisterkeller verschwinden und verlegt werden: direkt ins Schulgebäude beziehungsweise ins Kupferhaus. Der Hausmeister selbst hat laut Schulzweckverband derzeit übrigens kein Internet. Dafür reichen die Kapazitäten nicht.

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