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Das in Leichtbauweise errichtete Gebäude des Kindergartens St. Martin wurde durch das Feuer weitgehend zerstört.

Zeitungsausträger meldet Brand

Schock in Martinsried: Kindergarten fast vollständig ausgebrannt

Ein Feuer ist am Donnerstagmorgen in einem Kindergarten in Martinsried ausgebrochen. Das Gebäude wurde weitgehend zerstört.

Planegg - Der Alarm ging um wenige Minuten nach 5 Uhr ein. Ein Zeitungsausträger hatte Rauch bemerkt. Als die Freiwillige Feuerwehr Planegg kurz darauf am katholischen Kindergarten St. Martin in der Einsteinstraße in Martinsried eintraf, stand ein Gebäudeteil bereits im Vollbrand, die Fenster waren geborsten und Flammen schlugen nach draußen. 

Es dauerte gut zwei Stunden, bis die Einsatzkräfte den Brand in dem eingeschossigen Gebäude unter Kontrolle hatten. Zu der Zeit trafen schon die ersten Eltern ein, um ihre Kinder abzugeben. Die von der Feuerwehr verständigte Einrichtungsleitung brachte die Kinder in der benachbarten Grundschule und im Dietrich-Bonhoeffer-Haus unter. 

Polizei: Technischer Defekt nicht ausgeschlossen

Auch die gegenüberliegende Kinderkrippe musste wegen der Rauchentwicklung geschlossen bleiben. Die Einsteinstraße war wegen der Löscharbeiten bis etwa 9.30 Uhr für den Verkehr gesperrt. Bis 12.30 Uhr waren die Einsatzkräfte noch damit beschäftigt, Glutnester in dem in Leichtbauweise errichteten Gebäude aufzuspüren und zu löschen. 

Verletzt wurde niemand, die Brandursache ist noch unklar. Laut Polizei kann ein technischer Defekt nicht ausgeschlossen werden. Hinweise auf ein Fremdverschulden lägen bislang nicht vor.

Noch während die Feuerwehr auf dem Gelände des Kindergartens St. Martin in Martinsried zu Gange war, saßen Vertreter des Trägers und der Gemeinde Planegg im Rathaus zusammen und suchten nach einer Lösung zur vorübergehenden Unterbringung der Kindergartenkinder. Am Nachmittag konnte Planeggs Pfarrer Johannes von Bonhorst im Namen der Katholischen Kirchenstiftung St. Elisabeth Planegg dann bekannt geben, dass die Eltern ihre Kinder dem Kindergartenpersonal schon ab dem heutigen Freitag wieder zur Betreuung übergeben können. „Unser Dank gilt der Gemeindeverwaltung und den benachbarten Einrichtungen für die schnelle Hilfe“, sagte von Bonhorst. Die Kindergartenkinder kommen zunächst im nahegelegenen Kindergarten Spielkiste und laut Rathaus ab der übernächsten Woche in der Fortschritt-Kinderkrippe in der Galilei-Straße unter. Die Hortgruppe von St. Martin findet eine Bleibe im Hort der AWO und damit weiterhin im direkten Umfeld der Martinsrieder Grundschule.

Mittelfristig sollen auf dem Gelände von St. Martin Container aufgestellt werden, bis ein neues Gebäude errichtet ist. Sämtliche Gebäudeteile wurden durch Flammen und Rauch so stark beschädigt, dass sie abgebrochen werden müssen.

sr


Ganz andere Sorgen haben 17 Kinder in Altenerding. Ihnen wurde der Platz in der Kinderkrippe gekündigt.

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