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Die Führungsriege der Feuerwehr: (v.l.) Kommandant Martin Heizer, 2. Kassenprüfer Florian Kellner-Fendt, 2. Vorsitzender Martin Küßner, Vorsitzende Sonja Stolz, 1. Kassenprüfer Bernhard Pommer, Beisitzer Gerd Ritter, Fähnrich Josef Reithmeier, Christian Diekgerdes, Peter Heizer, Bernd Eierle, Martin Fladerer, Jens Gabold (alle Beisitzer).  

Freiwillige Feuerwehr Planegg

Auf 107 Einsatzkräfte angewachsen

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Die Jugendgruppe so groß wie nie zuvor, die Altershöchstgrenze auf 65 Jahre angestiegen: „Wir haben einen sehr guten Mannschaftsstand erreicht“, sagt Martin Heizer, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Planegg. Auf 107 Einsatzkräfte kam die Wehr 2017.

Planegg – Nachwuchssorgen haben die Planegger nicht. Das unterstrich Jugendwart Markus Hugo jetzt auf der Jahreshauptversammlung im Feuerwehrgerätehaus. 2016 zählte die Jugendgruppe 20 Mitglieder, Ende 2017 waren es 26, was einer Steigerung von 30 Prozent entspricht. Allein die Mitmach-Übung der Feuerwehr im Rahmen der 24-Stunden-Übung der Jugend im September hatte vier neue Mitglieder gebracht, insgesamt gab es bei zwei Abgängen zwölf Neuzugänge. Der Altersdurchschnitt lag bei 14,4 Jahre. Vier Nachwuchskräfte wechselten 2017 altersbedingt zu den Aktiven.

Gleichzeitig legte der Landtag im neuen Feuerwehrgesetz fest, dass Feuerwehrler nun zwei Jahre länger, bis zum Alter von 65 Jahren, aktiv sein dürfen. Damit wechselte kein einziger Planegger zu den passiven Mitgliedern, und die Zahl der Aktiven wuchs um rund neun Prozent von 98 auf 107. Das hat Folgen, wie Kommandant Martin Heizer erläuterte. Die vorhandenen Fahrzeuge reichten nicht mehr aus, um etwa die Jugendgruppe, die mit Betreuern auf 30 Personen kommt, zu Übungen oder Lehrgängen zu befördern. Ziel ist deswegen, einen Neunsitzer als Mannschaftstransporter rein aus Spenden anzuschaffen.

179 Mal rückte die Feuerwehr im vergangenen Jahr aus, was einer Steigerung von knapp 15 Prozent im Vergleich zu 2016 (156 Einsätze) entspricht. 52 Mal war es blinder Alarm. Darin mitinbegriffen sind Meldungen von Sturmschäden wie herabgefallene Äste, die schon behoben sind, wenn die Feuerwehr anrückt.

In der Regel machen Brände laut Kommandant Heizer gut zehn Prozent der Einsätze aus, 2017 stieg der Anteil allerdings auf 20 Prozent. Ein Großfeuer, vier mittelschwere und 28 kleinere Brände galt es zu löschen. 2384 Einsatzstunden sammelten sich an, hinzu kamen 10 793 Stunden für Übungen, Ausbildung und Verwaltung. 13 177 Gesamtstunden zählte die Feuerwehr vergangenes Jahr. „Euer Engagement im gemeindlichen Bereich ist unverzichtbar und leider auch unbezahlbar“, sagte Bürgermeister Heinrich Hofmann, der die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr hervorhob: „Ihr als Ehrenamtliche erfüllt Aufgaben, zu der wir als Gemeinde gesetzlich verpflichtet sind.“

In den kommenden Jahren dürfte die Stundenzahl eher noch wachsen, denn neben dem laufenden Betrieb macht sich die Feuerwehr daran, die 150-Jahr-Feier 2023 zu planen. Um das stemmen zu können, wurde die Zahl der Beisitzer im Vorstand des Feuerwehrvereins von fünf auf sechs erhöht. Für zwei Jahre gewählt wurden Christian Diekgerdes, Bernd Eierle, Martin Fladerer, Jens Gabold, Peter Heizer und Gerd Ritter. Als Kassenprüfer bestätigt wurden Bernhard Pommer und Florian Kellner-Fendt. Josef Reithmeier wurde als Fähnrich wiedergewählt.

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