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Geehrte, Beförderte, Gewählte: (v.l.) Johannes Baur, Anna-Lena Dürrschmidt, Bernd Budau, Josef Reithmeier, Christian Hugo, Andreas Glunz, Ludwig Kos, Mathias Singer, Lothar Rauschecker, Matthias Kellner und Kommandant Martin Heizer und Peter Köhler.

Feuerwehr Planegg

Fast 3200 Stunden im freiwilligen Einsatz

Hochbetrieb herrschte im vergangenen Jahr bei der Planegger Feuerwehr. Auf der Hauptversammlung zeigte sich jetzt, dass die Helfer häufig umsonst gerufen wurden.

Planegg – Wenn es brennt, dann kommt die Feuerwehr. Doch die Helfer rücken auch aus, wenn anderweitig Not am Mann ist. Das machte einmal mehr die Statistik deutlich, die der Planegger Feuerwehrkommandant Martin Heizer auf der Hauptversammlung am Freitagabend vorlegte. So rückten die freiwilligen Helfer im Vorjahr 156 Mal aus. Nur 15 Mal war ein Brand Grund für den Einsatz, also in etwa zehn Prozent. Die restlichen 90 Prozent gingen auf das Konto von Wasser- und Sturmschäden, Verkehrsunfällen, der Unterstützung des Rettungsdienstes, sonstigen Einsätzen wie etwa der Tierrettung oder auch blindem Alarm – letzterer im Jahr 2016 oftmals ausgelöst durch Sturmschäden. „Da haben uns Leute angerufen, weil ein Asterl im Weg lag“, so Martin Heizer. Der Wasserschaden im Würmtal-Center sowie das Hochwasser an der Würm hatten die Freiwilligen Helfer dagegen wirklich in Atem gehalten. Sogar als „Schlangenbändiger“ hatten sich die Kameraden einmal beweisen müssen, als sie zum Einfangen einer Ringelnatter gerufen wurden.

Alles in allem kamen die 78 Aktiven auf insgesamt 3196 Einsatzstunden. Zählt man Stunden für Übungen, Lehrgänge oder Verwaltungsaufwand hinzu, leistete jeder Aktive im Vorjahr 137 Stunden. Heizers Dank galt besonders den Arbeitgebern der freiwilligen Helfer. Durch deren Unterstützung sei die Arbeit der Feuerwehr erst möglich.

Bürgermeister Heinrich Hofmann zeigte sich von den Leistungen der Ehrenamtlichen beeindruckt. „Ihr seid diejenigen, die sofort und gleich Hand anlegen“ und damit ein „Vorbild für die Bürger“, so Hofmann. In einer Zeit, in der Egoismus weit verbreitet sei, sei dies nicht hoch genug einzuschätzen. Gleichzeitig sagte er der Feuerwehr umfangreiche Unterstützung zu. Eine Mitgliedschaft bei der Feuerwehr sei auch ein Kriterium für eine Anstellung im Rathaus. Außerdem habe die Gemeinde allein 2016 rund 700 000 Euro in die Feuerwehr investiert.

Ein Umstand, für den diese auch dankbar ist, wie der Bericht des Kassenwarts Thomas Probst zeigte. Nachdem 2016 zahlreiche Feierlichkeiten ausgerichtet werden mussten, außerdem der Faschingsball ein Minus von 2500 Euro eingefahren hatte, war man finanziell ein wenig in Schieflage geraten. Die Gemeinde half mit einem Zuschuss in selber Höhe aus, sodass man den Würmtal-Kameradschaftsabend turnusgemäß ausrichten konnte. Den Ball hat man allerdings ad acta gelegt. 2017 fand dieser erstmals nach 50 Jahren nicht mehr statt. „Wir müssen wohl den Gürtel enger schnallen, wenn wir die 150-Jahr-Feier im Jahr 2023 stemmen wollen“, erklärte Probst.

Das sollten allerdings die einzigen kleinen Dissonanzen an jenem Abend bleiben. So geriet Punkt 10 der Tagesordnung, die Wahl des Kommandanten und dessen Stellvertreters, beinahe zur Nebensache. Ohne Gegenkandidaten und mit überwältigender Mehrheit wurden sowohl Kommandant Martin Heizer als auch sein Stellvertreter Bernd Budau in ihren Ämtern bestätigt.

Margot Deny

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