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Wasser marsch: Ein Container in der Kiesgrube Glück musste gelöscht werden. Michael Dürrschmidt (l.) schaute Philipp Hugler und Felix Köhler über die Schulter.

Feuerwehr Planegg

24 Stunden alle Hände voll zu tun

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Drei echte und sechs Übungseinsätze: Die Freiwillige Feuerwehr Planegg hat ein arbeitsintensives Wochenende hinter sich.

Planegg –  „Der Aufwand hat sich auf jeden Fall gelohnt“, sagt Markus Hugo, Jugendwart und Organisator der 24-Stunden-Übung für die Jugendgruppe der Feuerwehr. Er war verantwortlich für die sechs Übungseinsätze.

Der erste echte Einsatz sorgte dafür, dass Hugo wenig Schlaf bekam. Am Freitagabend liefen die letzten Vorbereitungen für die 24-Stunden-Übung. Gegen Mitternacht kam Hugo nach Hause, um 2.45 Uhr ging der Alarm ein: Brand eines Wohnwagens in der Josef-von-Hirsch-Straße. Knapp 20 Mann waren im Einsatz; als sie vor Ort ankamen, stand der Wohnwagen in Flammen.

16 Jugendliche und 26 erwachsene Helfer der Feuerwehr traten am Samstagmorgen ihren Dienst im Feuerwehrgerätehaus an der Pasinger Straße an, um einen Tag der Berufsfeuerwehr nachzuspielen. Der erste Übungseinsatz ließ nicht lange auf sich warten: Gemeldet wurde, dass bei Bauarbeiten ein Bitumenkessel überhitzt in Brand geraten war. Der Kessel und eine Gasflasche wurden von außen gekühlt, ein verletzter Bauarbeiter von der BRK-Bereitschaft Planegg/Krailling versorgt. Als Nächstes folgte die Rettung eines Fahrradfahrers, der unter einem Pkw eingeklemmt war. Ein zweiter Radfahrer war von dem Auto ebenfalls schwer verletzt worden.

Beim dritten Übungseinsatz waren die Mitglieder der Jugendgruppe nicht mehr allein unter sich. Wie es Tradition ist, hatte die Feuerwehr in die 24-Stunden-Übung einen Informationsnachmittag für den Nachwuchs eingebettet. Knapp 580 junge Planegger waren im Vorfeld angeschrieben worden, zwölf hatten sich angemeldet und fuhren nun mit in die Kiesgrube Glück an der Fürstenrieder Straße: Statt wie erst gemeldet ein Gartenhaus, stand ein Container in Flammen. Nach kurzer Absprache der Fahrzeugführer wurden die Fahrzeuge in Stellung gebracht. Wenig später waren sieben Strahlrohre zur Brandbekämpfung im Einsatz, da durften auch die Neulinge draufhalten. Nach 15 Minuten meldete der Zugführer der Übungsleitung „Feuer aus“. Die Übung kam gut an, zwei Drittel der Teilnehmer am Informationsnachmittag möchten jetzt laut Hugo der Feuerwehr beitreten.

Die Feuerwehrler waren in der Kiesgrube Glück gerade fertig, da kam der zweite echte Alarm des Wochenendes: In einer Waschstraße war ein Pkw eingeklemmt. Da ein Feuerwehrfahrzeug ohnehin in der Nähe war, war das Auto schnell befreit.

Auch am Abend und in der Nacht hatten die Übungsteilnehmer alle Hände voll zu tun: Um 20.26 Uhr hieß es: „Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person.“ Tatsächlich waren es sieben Personen, die in ihren Fahrzeugen, zwei Autos und einem Kleinbus, nach einem Unfall eingeschlossen waren.

Um 23.30 Uhr mussten die Feuerwehrler ausrücken, weil es im Wertstoffhof zu einer Verpuffung oder Explosion gekommen war. Die Feuerwehr rettete sieben zum Teil schwerverletzte Personen aus dem Gefahrenbereich, der Rettungsdienst des BRK, der ebenfalls komplett an der 24-Stunden-Übung teilnahm, kümmerte sich um die Verletzten.

Um 6.52 Uhr wurde die Wachmannschaft ein letztes Mal in ihrer Schicht alarmiert: verletzte Person im Wald. Die Feuerwehr bildete eine Menschenkette und fand nach 20 Minuten eine Person in drei Meter Höhe auf einem Baum sitzen. Mit tragbaren Leitern wurde sie heruntergeholt und dem Rettungsdienst übergeben.

Als um 9.25 Uhr am Sonntagmorgen die Übung gerade vorbei war und alle beim Aufräumen halfen, ging der dritte echte Alarm ein: Eine Brandmeldeanlage in Martinsried hatte ausgelöst. Allerdings stellten die Feuerwehrler rasch fest, dass es sich um einen Fehlalarm handelte.

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