Flächennutzungsplan

Der nächste Schritt ist ein Verkehrsgutachten

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Der nächste Schritt ist das Verkehrsgutachten. Der Planegger Gemeinderat hat am Montag in seiner insgesamt dritten Sitzung zu dem Thema die Stellungnahmen zum Vorentwurf des neuen Flächennutzungsplans abschließend behandelt.

Planegg – Die marginalen beschlossenen Änderungen werden nun eingearbeitet, parallel bestimmt der Gemeinderat einen Gutachter, der sich mit den Auswirkungen der im Entwurf vorgesehenen neuen Flächen für Wohnbebauung und Gewerbe auf den Verkehr befasst. Gleichzeitig wird die Entwicklung des Bedarfs an Wohnraum für die nächsten 15 Jahre näher betrachtet.

Sobald der überarbeitete Entwurf und die Untersuchungsergebnisse vorliegen, befasst sich der Gemeinderat wieder damit. Erneute Diskussionen sind zu erwarten, denn auch am Montag zeigte sich wieder die Lagerbildung. Während SPD, CSU und Freie Wähler Dynamische die Ausweisung neuer Wohngebiete unterstützen, wehren sich Grüne Gruppe 21 (GG21) und FDP dagegen.

Umstritten sind vor allem die Verwandlung einer Ackerfläche im Grund in ein Wohngebiet sowie Wohngebietsflächen auf dem Gelände der Max-Planck-Gesellschaft östlich der Pasteurstraße in Martinsried. Aber auch Wohnbebauung auf einer freien Fläche in der Herzog-Wilhelm-Straße sahen Planegger Bürger in ihren Einwendungen kritisch. Laut Sitzungsvorlage machten sie sich dafür stark, „diese ökologisch wertvolle Nische“, die sie als Teil „teil der überregionalen Frischluftschneise“ ansehen, nicht zu beeinträchtigen.

Die Stellungnahmen der Bürger zum Wohngebiet im Grund, deren Abwägung in der Sitzungsvorlage allein 40 Seiten beanspruchte, nannte Herbert Stepp (GG21) eine „Fülle von Mosaiksteinen“, die in der Gesamtschau ergäben, dass sich die Fläche nicht halten lasse. Angst vor einem „erheblichen Eingriff in die Natur“, Baulärm, einer Zunahme der Verkehrsbelastung sowie mehrstöckigem Geschosswohnungsbau prägten die Einwendungen. Letzterem widersprach Monika Beltinger vom beratenden Büro LARS-Consult: Der Flächennutzungsplan schaffe kein Baurecht, aktuell sei nicht von einem „verdichteten, mehrgeschossigen Wohnungsbau“ auszugehen.

Mit 11:9 Stimmen abgelehnt wurde der Antrag Hans-Christian Hauggs (FDP), die 2600 Quadratmeter große Ackerfläche östlich der Pasteurstraße zu streichen. Er argumentierte vergebens, dass bestehendes Baurecht noch nicht ausgereizt sei.  

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