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Abgerissen wird erst, wenn alle Genehmigungen für die Errichtung des Nachfolgebaus vorliegen. Doch die Tage des Festsaals der Heide-Volm dürften gezählt sein. 

 Fortschritt bei Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes

Gemeinde einigt sich mit Heides

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Die Gemeinde Planegg ist auf dem Weg zu einem neuen Bahnhofsumfeld einen großen Schritt weitergekommen. Wo jetzt der Festsaal des Heide-Volm steht, kommt ein Supermarkt hin. Ein Hotel ist vorerst kein Thema mehr.

Planegg– Seit Jahren laufen die Planungen für die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes. Den Auftakt bildete 2010 ein Ideenwettbewerb. Die Familie Heide, Eigentümerin der Großgaststätte Heide-Volm, war bereit, ihr Grundstück überplanen zu lassen. Der Festsaal sollte abgerissen werden, um dort ein Hotel und einen Supermarkt anzusiedeln. „Die Gemeinde will einen vernünftigen Bahnhofsvorplatz, wir wollen uns beteiligen“, so Gastronom und Wiesnwirt Georg Heide. Er betont aber im Merkur-Gespräch: „Ich bin nicht als Bittsteller gekommen.“

Um ihre Vorstellungen umsetzen zu können, benötigte die Gemeinde einen Teil des Heide-Volm-Parkplatzes. Deswegen bemühte sie sich lange Zeit um einen Grundstückstausch mit Heides. Georg Heide wollte dem nur im Falle von verbindlichen Aussagen über das Baurecht auf dem Rest des Grundstücks zustimmen. Das erschien der Gemeinde im Vorfeld des Bebauungsplanprozesses problematisch. Im Juli vergangenen Jahres entschied der Gemeinderat, trotz der festgefahrenen Verhandlungen einen Bebauungsplan für das Bahnhofsumfeld aufzustellen. Es hießt, man könne auch ohne Grundstückstausch die Fläche vorm Bahnhof attraktiver machen, die Verkehrsströme entzerren und Wohnraum schaffen.

Genauso kommt es nun. „Einen Tausch brauchen wir jetzt nicht mehr“, so Georg Heide, dessen Pläne sich inzwischen geändert haben. Ein mögliches Hotelprojekt will er der nächsten Generation, seiner Tochter Daniela Heide und ihrem Mann Pascal Heide-Nigg, überlassen. „Der Supermarkt ist das Wichtigste“, erklärte Planeggs Bürgermeister Heinrich Hofmann am Dienstag im Rahmen eines Treffens der Einzelhändler der Bahnhofstraße. Im Laufe dieser Woche habe die Gemeinde in Gesprächen mit Heides das Projekt festgezurrt. Ein Supermarkt mit 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche soll im ersten Stock des Festsaal-Nachfolgers entstehen, über ebenerdigen Parkplätzen, von denen es per Rolltreppe oder Lift in den Verkaufsbereich gehen soll. „Die Gespräche, die die Familie Heide mit Edeka führt, sind sehr intensiv“, so Hofmann. Georg Heide gibt sich vorsichtiger: „Wir haben mit Edeka verhandelt, aber bis die Verträge nicht unterzeichnet sind, halten wir uns alles offen.“

Anwälte und Planer von Heides und der Gemeinde bereiten in den kommenden Wochen alles für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan vor. Laut Bürgermeister Hofmann sei dessen Verabschiedung innerhalb eines knappen Jahres möglich. Hofmann: „Wenn alle Parteien so wollen wie wir, kann Georg Heide schon im Frühjahr abreißen.“

Das will der Gastronom auf keinen Fall: „Wir reißen jetzt nichts ab. Kein Mensch möchte sich dieses Loch anschauen, am allerwenigsten meine Familie.“ Die Bagger rollen erst an, wenn auch gleich der Nachfolgebau in Angriff genommen werden kann. Die Gemeinde wartet mit der Umsetzung ihrer Bauprojekte im Bahnhofsumfeld. Hofmann: „Es wird nicht anders gehen.“

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