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Genossen einen unterhaltsamen Abend: Die Gäste des Ehrenamtlichenempfangs im Planegger Kupferhaus.

Empfang im Kupferhaus

Dank an Vertreter aus über 40 Vereinen

Planegg hat rund 10 000 Einwohner und über 1000 Ehrenamtliche. Bei 200 Engagierten bedankte sich die Gemeinde jetzt mit einem „Ehrenamtlichen-Essen“ im Kupferhaus.

Planegg  - „Eine selbstlose gute Tat ist das Edelste, was ein Mensch seinem Mitmenschen geben kann“, sagte Bürgermeister Heinrich Hofmann. Und so waren die Geladenen jetzt aufgefordert, einen Abend lang zu entspannen und zu genießen. „Die waren da, um sich feiern zu lassen“, sagt Elisabeth Krombach, Mitarbeiterin der Gemeinde Einmal waren nicht sie für die Rede, die Unterhaltung und das Essen verantwortlich. Vielmehr fand bei dieser Veranstaltung Bürgermeister Hofmann lobende Worte für sie, Martin Schmitt verbreitete mit seinem Musikkabarett gute Stimmung und das Café Vor Ort aus Neuried sorgte für ihr kulinarisches Wohl.

Alle zwei Jahre findet in Planegg ein derartiges Essen statt, um den Ehrenamtlichen Danke zu sagen. Alle örtlichen Vereine schicken dazu Repräsentanten. Und laut Krombach sorgen sie auch dafür, dass nicht immer die Gleichen belohnt werden. „Die evangelische Kirchengemeinde hat heuer die Jugend geschickt“, nennt die Gemeindemitarbeiterin und Organisatorin der Veranstaltung ein Beispiel. Hofmann dankte den Geladenen: „Sie, meine Damen und Herren, sind es, die sich nicht nur um das Eigenwohl sorgen. Sie heben den Blick und engagieren sich für die Gemeinschaft, die ohne Ihre ehrenamtliche Arbeit in sozialen Bereichen um vieles ärmer wäre.“

In mehr als 40 Vereinen seien die Ehrenamtlichen in Planegg engagiert. Sie arbeiteten unter anderem als Lesepaten, als Schulweghelfer, in der Brauchtumspflege, im Frauenbund, im Seniorenbereich und für den Würmtaler Faschingszug. „Seien Sie versichert, dass wir Ihnen allen die höchste Wertschätzung entgegenbringen“, sagte Hofmann. Vorstände müssten Verantwortung übernehmen für Bereiche, in denen sie nie ausgebildet worden seien, sie nähmen damit ein nicht unwesentliches Risiko auf sich. „Es wird ein hoher Service zum Discountpreis erwartet.“

Einigen Ehrenamtlichen schenkte Hofmann besondere Anerkennung für ihre langjährige Tätigkeit: Christian Hugo für seine 40-jährige Mitgliedschaft bei der Freiwilligen Feuerwehr, Robert Voit für 50 Jahre und Walter Mungel für 40 Jahre bei der BRK-Bereitschaft Planegg-Krailling, Lieselotte Mairhofer und Georg Pölzl für 71 Jahre beim SV Planegg-Krailling, Georg Mair für 60 Jahre und Johann Mair für 40 Jahre bei der Schützengesellschaft Martinslust sowie Max Gum-Bauer für 40 Jahre bei den Hubertusschützen Planegg. An alle Anwesenden gerichtet sagte Hofmann: „Sie alle sind dem Ehrenamt treu geblieben, auch wenn die Rahmenbedingungen nicht immer einfach waren und mit wachsenden Aufgaben, beispielsweise in der Asylhilfe, zunehmend schwieriger werden.“ Die Gemeinde sei auch in Zukunft sehr darauf angewiesen, dass sich jeder seiner Verantwortung gegenüber Nachbarn, Kollegen, Klassenkameraden, kurz den Mitmenschen bewusst sei, so Hofmann. „Der Staat und in diesem Sinne auch unsere Gemeinde kann nicht alles bereitstellen und finanzieren, was ein gutes Leben für jeden Einzelnen ausmacht.“

Victoria Strachwitz

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