Angst vor Kündigung

Gewerbeimmobilie soll zwangsversteigert werden

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Die Lage ist begehrt. Immobilien im Martinsrieder gewerbegebiet gelten als lukrative Investitionsobjekte. Derzeit bekommt dies sogar die Unicredit Bank AG zu spüren.

Martinsried – Das Martinsrieder Gewerbegebiet ist eine begehrte Lage und Immobilien, die sich dort befinden, gelten als lukrative Investitionsobjekte. Bärbel Zeller, Referentin für Wirtschaftsförderung der Gemeinde Planegg, weiß davon ein Lied zu singen. Doch derzeit bekommt dies auch diejenige Abteilung der Unicredit Bank AG zu spüren, die sich mit Zwangsversteigerungen befasst. Denn für Mitte September hat das Amtsgericht München die Versteigerung eines Gewerbegrundstückes angesetzt. Verkehrswert laut Gutachten: 7,1 Millionen Euro. Und Unicredit als Gläubiger registriert großes Interesse seit Veröffentlichung des Versteigerungstermins. Es handle sich um ein sehr attraktives Objekt, heißt es vonseiten der Bank über Gebäude und Freifläche an der Fraunhoferstraße 14.

„Wir beobachten das“, sagt Zeller. Mit dem Eigentümer sei man im Gespräch. Außerdem seien Mieter bereits auf die Gemeindeverwaltung zugekommen, in Sorge, im Falle der Versteigerung die Kündigung zu erhalten. „Sie wollen in Martinsried bleiben“, so Zeller. Eine Firma sei erst vor rund einem halben Jahr aus München weggezogen, um in der Fraunhoferstraße 14 ihr neues Domizil zu beziehen. Und das auch erst, nachdem die von ihr beanspruchte Etage aufwendig renoviert worden sei.

Zeller hofft, dass die Versteigerung, wie es häufiger vorkommt, noch kurzfristig abgesagt wird, wenn die Verbindlichkeiten rechtzeitig vor dem Termin beglichen werden, oder dass sich für die Mieter im Falle eines Eigentümerwechsels nichts ändert. Denn: „Die Flächen, die benötigt werden, stehen in Martinsried anderweitig gar nicht zur Verfügung.“

Nach Versteigerung Modernisierung erwartet

Sollte das knapp 3000 Quadratmeter große Grundstück mit 3800 Quadratmeter Mietfläche verteilt auf Keller, Erdgeschoss und fünf Obergeschosse sowie den 52 oberirdischen Parkplätzen versteigert werden, erwartet Zeller zumindest eine Modernisierung. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1973, das Exposé des Sachverständigen fürs Amtsgericht spricht von einem „dem Baualter entsprechenden Zustand“. In Teilbereichen gebe es altersbedingte Abnutzungen sowie Mängel und Schäden.

Die Gemeindeverwaltung wird bei jeder Zwangsversteigerung von Objekten in ihrem Gebiet vom Amtsgericht unterrichtet. Sie ist verpflichtet, die Informationen an den Gemeindetafeln auszuhängen, sodass sie öffentlich zugänglich sind. In der Regel, so Planeggs Kämmerer Peter Vogel, handle es sich eher um Zwangsversteigerungen von privaten Immobilien. „Es kommt wirklich nicht so oft vor“, sagt er. Zeller, die seit rund zehn Jahren für die Wirtschaftsförderung in Planegg zuständig ist, erlebte in all der Zeit erst einmal, dass eine Gewerbefläche unter den Hammer kam.

Auch interessant: In Planegg kann man nun Hofladenprodukte direkt aus dem Automaten beziehen.

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