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Die Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinde Planegg  bewegen sich auf Rekordniveau.

Planegger Gemeindefinanzen

Gewerbesteuer rekordverdächtig

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Planegg kann heuer mit rekordverdächtig viel Gewerbesteuer rechnen. Zur Jahresmitte 2018 liegen die Soll-Einnahmen bei 24,77 Millionen Euro und damit über dem bisherigen Höchstwert.

Planegg– 2016 verbuchte Kämmerer Peter Vogel mit 24 075 000 Euro Gewerbesteuer so viel wie nie zuvor. In diesem Jahr dürfte sich die Gewerbesteuer auf einem ähnlichen Niveau einpendeln. „Im Juli erreichen wir regelmäßig den Höchststand, gegen Ende des Jahres sackt es tendenziell ab“, so Vogel, der jetzt in der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause über die Haushaltsentwicklung informierte.

Ein Grund für das Zurückgehen der Einnahmen bis zum Jahresende kann sein, dass Firmen ihre Vorauszahlungen nach unten anpassen lassen. Erhalten hat die Gemeinde bisher die Vorauszahlungen fürs erste und zweite Quartal, das dritte und vierte stehen noch aus, sind aber bereits eingerechnet.

Bei der Präsentation des Gemeindehaushalts 2018 im vergangenen Dezember hatte Vogel 18,8 Millionen Euro Gewerbesteuer angesetzt. Dass die Einnahmen mit 24,77 Millionen nun bei 131,8 Prozent liegen, führt der Kämmerer auf die „nach wie vor sehr erfreuliche Konjunktur“ und die Vielfältigkeit der Betriebe in Planegg zurück. „Wir haben einen sehr guten Mix hier“, sagt Vogel. Rund 500 Unternehmen entrichten Gewerbesteuer, die Summen bewegen sich zwischen ein paar 100 und in wenigen Fällen einigen Millionen Euro, wobei niemand zweistellige Millionenbeträge abführe. Das Gros liegt laut Kämmerer im fünfstelligen Bereich.

Planegg befindet sich in der komfortablen Lage, dass in den vergangenen Jahren keine größeren Betriebe abgewandert sind. Die Gefahr bestehe, so Vogel, „wenn sich eine Firma sehr schnell entwickelt und großen Platzbedarf hat“. Dann könne es schon mal eng werden. Vogel: „Die Allermeisten finden’s gut hier und wollen bleiben.“

Dass Planegg bei der Gewerbesteuer die 20-Millionen-Euro-Grenze überschreitet, ist noch gar nicht so lange die Regel. 2013 waren es 14,5 Millionen, 2014 mit 15,4 etwas mehr und 2015 schließlich 19,8. „Die letzten Jahre ist es deutlich hochgegangen. Das ist durchaus beachtlich“, sagt Vogel über die gut 24 Millionen 2016 und 21,8 Millionen 2017.

Gegen Ende dieses Jahres dürften die Gewerbesteuereinnahmen gut 5 Millionen über dem Ansatz von 18,8 Millionen liegen. Das zusätzliche Geld kommt Vogel gelegen. „Wir haben viele Maßnahmen am Laufen“, sagt der Kämmerer und nennt als Beispiele die Gestaltung der neuen Ortsmitte Martinsried sowie die Generalsanierung der Grundschule Planegg inklusive Turnhallenneubau. Fürs laufende Jahre ist eine Entnahme von knapp 8 Millionen Euro aus der allgemeinen Rücklage eingeplant. „Das dürfte nun deutlich weniger werden“, sagt Vogel. Bisher habe man die Rücklage noch nicht antasten müssen.

Eine stabile finanzielle Lage mit einer Tendenz nach oben bei den Einnahmen ist Vogel das Liebste. „Diese Situation liegt in Planegg vor“, sagt er. Große Schwankungen erschwerten die Planungen. Vogel: „Mir macht das Arbeiten hier auf alle Fälle Spaß.“

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