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Digitale Karten wie h ier von Martinsrieder Wohneinheiten haben Schüler des Planegger Feodor-Lynen-Gymnasiums im Rahmen ihres P-Seminars erstellt.  

Gymnasiasten entwickeln digitalen Atlas

Unterwegs als Kartenforscher

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In den letzten beiden Schuljahren müssen alle Gymnasiasten W- und P-Seminare belegen. In P-Seminaren arbeiten die Schüler an einem fachbezogenen Projekt, im W-Seminar verfassen sie eine wissenschaftliche Arbeit. 

Planegg – Als Gemeinde-Forscher waren rund 15 Schüler des Planegger Feodor-Lynen-Gymnasiums eineinviertel Jahre in den Straßen Planeggs unterwegs. Die Elft- und Zwölftklässler sammelten im Rahmen des P-Seminars „Entwicklung eines digitalen (3D-)Atlas von Planegg“ von September 2016 bis Weihnachten 2017 vielfältigste Daten und Zahlen rund um die Gemeinde und fertigten aus diesen dann digitale Karten an. Auf welchen Planegger Straßen gibt es 30er-Zonen und andere Tempolimits? Was sind Gemeindestraßen – und was Straßen des Landes Bayern? Zu welchen Zwecken werden die Erdgeschosse der Planegger Gebäude genutzt? Aus wie vielen Wohneinheiten setzen sich die Gebäude zusammen? Die Jugendlichen sammelten nach und nach eine Menge interessanter Daten.

„Wir haben fünf Arbeitsgruppen mit unterschiedlichen Aufgaben gebildet. Die Schüler gingen dann in den Gruppen durch Planegg und Martinsried, recherchierten und zählten“, erzählt Christian Frank, Mitarbeiter im FLG-Direktorat und Leiter des Seminars. Natürlich blieben die Kartenforscher dabei nicht immer unbemerkt und wurden regelmäßig von Anwohnern angesprochen. Die gesammelten Daten fügten die Schüler dann über Excel-Tabellen in das Geoinformationssystem „ArcGIS“ ein. „Diese professionelle Software wird weltweit genutzt und ist in dem Bereich das Standardprogramm, ist aber recht kompliziert, die Seminar-Teilnehmer mussten bei Null anfangen“, erzählt Christian Frank.

Als Grundlage für alle Karten, die mit dem Programm erstellt werden, dienten topographische Karten und Satellitenbilder. „Darauf mussten wir dann erst einmal zum Beispiel die Gebäude einfügen und Straßen digitalisieren, sie zum Teil voneinander abgrenzen und letztlich mit den ermittelten Daten verknüpfen“, sagt Christian Frank. Außerdem konvertierten die Schüler die digitalen Karten noch in ein druckbares Format mit typischen Karteninhalten wie etwa Maßstabsleiste und Legende. Bei der Karte zu den verschiedenen Nutzungsformen der Gebäude definierten die Schüler dann zum Beispiel noch unterschiedliche Farben und Größen, die für die unterschiedlichen Nutzungsarten wie Wohnen und gewerbliche Nutzung stehen.

In monatelanger Arbeit entstanden so eine Reihe interessanter digitaler Karten, die Planegg mal von einer ganz anderen Seite zeigen. „Wir wollen die Karten auf der Online-Plattform der Software publizieren und möglicherweise bei uns in der Schule aushängen“, sagt Christian Frank. So könnten dann auch die anderen FLGler ihre Gemeinde noch besser kennenlernen.

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