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Für die Organisation zuständig: Hubert Schwarz sorgt als Finanz-Vorstand des Deutschen Skiverbands mit dafür, dass für die Sportler am Wettkampfort alles glatt läuft.  

Im Haus des Ski ist mit Olympia Ruhe eingekehrt

„Eigentlich muss man mit Chaos rechnen“

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Vier Jahre Planung – Finanz-Vorstand Hubert Schwarz und sein DSV-Team hatten einiges zu organisieren, ehe die Delegation des Skiverbands nach Pyeongchang aufbrechen konnte.

Planegg – So entspannt wie in den vergangenen Tagen ist Hubert Schwarz schon lange nicht mehr zu seinem Arbeitsplatz in der Planegger Hubertusstraße gefahren. „Es ist zurzeit alles ruhig bei uns“, sagt der Finanz-Vorstand des Deutschen Skiverbands. „Wenn man auf unseren Parkplatz fährt, ist er nur halb belegt.“ Auch im Büro sitzen weniger Mitarbeiter als sonst. Zum Beginn der Olympischen Spiele in Pyeongchang herrscht Urlaubsstimmung beim DSV. Das Gros der Arbeit ist getan. Jetzt sind die Sportler in Südkorea am Zug. Insgesamt 58 Athleten und 105 Betreuer entsenden allein die deutschen Skifahrer zu Olympia 2018. Dem Aufgebot gehören neben den Trainern auch Ärzte, Physiotherapeuten, Techniker, Köche und Medienleute an. Bis sie in den Flieger nach Seoul einstiegen, war im Vorfeld viel Organisation nötig.

„Die Vorbereitung auf Olympia begann schon nach dem Ende der Spiele in Sotschi“, sagt Schwarz. Vier Jahre lang dauerte die Vorlaufphase. Zuerst besichtigten die Inspekteure des DSV die Sportstätten und die Infrastruktur vor Ort. Dazu war mitunter eine blühende Phantasie nötig, denn viele Anlagen und Unterkünfte befanden sich zum damaligen Zeitpunkt erst noch im Bau. Schon zu diesem Zeitpunkt wurden wichtige Fragen erörtert: Wie weit sind die Sportstätten von den Quartieren entfernt? Lassen sich entsprechende Räumlichkeiten für Techniker und Material mieten? Gibt es die Möglichkeit zur Selbstverpflegung? Aber nicht nur die Logistik stellte die Verantwortlichen vor Herausforderungen. Die Gewohnheiten sind in Südkorea ganz anders als in Europa oder Nordamerika – ganz abgesehen von der Landessprache. Die Verträge mussten erst vom Koreanischen ins Deutsche übersetzt werden.

Richtig konkret wurde es erst im vergangenen Jahr. Eine Delegation von Technikern maß auf den Pisten und Loipen die Temperatur des Schnees und analysierte seine Beschaffenheit.

Außerdem wurden die Flüge für das gesamte Team reserviert. Als mit der Schleifmaschine das schwere Gerät in Südkorea eintraf, war die meiste Arbeit erledigt. Anfang Februar überprüfte Sportdirektorin Karin Orgeldinger dann alle gemieteten Zimmer und Werkräume. Bei aller organisatorischen Perfektion gibt es noch genügend Unwägbarkeiten. „Eigentlich muss man mit dem Chaos vor Ort rechnen“, sagt Schwarz, der immer mit besonderen logistische Herausforderungen rechnet. Das war bei seinen drei Olympia-Teilnahmen in Lake Placid, Sarajevo und Calgary nicht anders. In Kanada verbrachten er und die Nordischen Kombinierer die meiste Zeit mit der Pendelei zwischen den Quartieren und den einzelnen Wettkampfstätten. „Wir sind jeden Tag mindestens 200 Kilometer gefahren“, erinnert er sich mit Grausen. Die Strapazen haben ihn, Thomas Müller und Hans-Peter Pohl nicht davon abgehalten, Gold mit der Mannschaft zu gewinnen. „Die schwierigsten Wettkämpfe sind die Olympischen Spiele“, sagt Schwarz. Für das DSV-Team erwartet er einen verschärften Härtetest. Am meisten fürchtet er sich vor Grippeerregern, da sich in Pyeongchang viele Menschen auf vergleichsweise geringer Fläche befinden. In Planegg ist damit eher nicht zu rechnen. Hubert Schwarz ist fast allein im Haus des Ski.

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