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Die „Seeshaupt“ auf dem Starnberger See bildete den stimmungsvollen Rahmen für das Fest der Städtepartnerschaft zwischen Planegg und Meylan.

Planegg und Meylan feiern am Starnberger See Jubiläum

Freundschaft ohne Flaute

Mit rund 100 geladenen Gästen haben Planegg und Meylan ihre gut 30-jährige Partnerschaft gefeiert. Die Festivität auf der „Seeshaupt“ am Starnberger See gipfelte in einer schönen, gelungenen Überraschung.

PlaneggVor 31 Jahren wurde die Partnerschaft zwischen Planegg und dem französischen Meylan aus der Taufe gehoben – und ist so lebendig wie einst. Nachdem das 30-jährige Jubiläum letztes Jahr in Meylan begangen wurde, fanden entsprechende Feierlichkeiten in Planegg erst heuer beim turnusgemäßen Gegenbesuch der Franzosen statt. Oder, wie es Bürgermeister Heinrich Hofmann in seiner Ansprache formulierte: „Und was wir ganz eindeutig gemeinsam sehr gerne tun und wollen, ist die große Freude am gemeinsamen Feste feiern.“

Auf dem Trockenen sitzen musste während des Festakts keiner der rund 100 geladenen Gäste. Zur Feier des Tages hatte man nämlich die „MS Seeshaupt“, das neueste Schiff der Starnberger See- Flotte, gechartert. Kapitän Günter Engel steuerte den Dampfer ruhig und sicher durch den See. Und während Bayern und Franzosen sich am Buffet bedienten, konnten sie die Abendstimmung bestaunen. Der offizielle Teil begann erst, als die Sonne bühnenreif hinter der Moränenlandschaft des Westufers verschwunden war.

Eingangs beleuchtete Bürgermeister Heinrich Hofmann das Erfolgsgeheimnis der Städtefreundschaft: „Auch dann, wenn mal etwas Flaute herrscht oder etwas gerade nicht so gut läuft“, müssten beide Partnerstädte etwas zur Beziehung beitragen. „Nach 30 Jahren Partnerschaft dürfen wir uns auch ruhig einmal als Vorbilder sehen“, so das Gemeindeoberhaupt. Schließlich appellierte er vor allem an den Nachwuchs, sich weiter für die deutsch-französische Freundschaft einzusetzen. Ein Zeichen, dass dies gut funktioniere, sei die Tatsache, dass mit der Delegation aus Frankreich 30 Mitglieder des Orchesters Harmonie de Meylan angereist seien, um mit der Musikschule und den „Funtasten“ aus Planegg zu musizieren.

Im Namen der Gemeinde wurden drei Mitglieder des Partnerschaftsvereins mit der goldenen Bürgermedaille ausgezeichnet – eine gelungene Überraschung. Denn, wie Geschäftsführer Stefan Schaudig erfreut anmerkte, es hätten wirklich alle bis zum Schluss dicht gehalten. Leider mussten die ersten beiden Auszeichnungen in Abwesenheit verliehen werden. Das Ehepaar George und Mireille Adji-Anastasiou war wegen eines plötzlichen Trauerfalls in der Familie nicht nach Planegg gereist. Man werde die Medaillen beim nächsten Wiedersehen nachreichen, versprach Heinrich Hofmann. Mireille Adji-Anastasiou wurde für ihr 14-jähriges Engagement als Präsidentin des Partnerschaftsausschusses geehrt; ihr Mann war von Beginn an Vizepräsident im Comité de Jumelage. Beiden sei es ein Herzensanliegen gewesen, die Städtepartnerschaften am Leben zu erhalten, mit Leben zu füllen und neue Wege und Standbeine zu finden, so der Bürgermeister in seiner Laudatio.

Sichtlich überwältigt zeigte sich schließlich die dritte Geehrte. Begleitet von Bravo-Rufen der Anwesenden nahm Annelore von Aufseß ihre Medaille entgegen. Maßgeblich an Gründung und Aufbau der Städtepartnerschaft beteiligt, sei es vor allem ihren Motivationskünsten zu verdanken, dass sich immer wieder Vereine und Organisationen zu partnerschaftlichen Begegnungen und Besuchen zusammengefunden hätten. Abschließend versprachen der neue Präsident des Partnerschaftsausschusses von Meylan, Michel Bally, sowie seine Planegger Kollegin Gabriele Fink, dass sie die enge Verbindung zwischen den beiden Gemeinden weiter mit Leben füllen werden. Und auch Francoise Balas, im Stadtrat von Meylan für Jugend, Kultur und Partnerschaften zuständig, versicherte den Gästen, sich weiter für die Städtefreundschaft einzusetzen. Der Dampfersteg in Starnberg war schon in Sicht, als Bayern und Franzosen noch schnell ein Tänzchen aufs Parkett der MS Sees-haupt legten. Aber wie es aussieht, wird es wohl nicht die letzte Reise gewesen sein, die die Mitglieder der beiden Gemeinden miteinander unternehmen.

Margot Deny

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