Banner mit Aussagen Planegger Jugendlicher haben Claudia Haslbeck und ihre Kollegen Jörg Imhof und Jan Lindemann (r.) an den Zaun des Jugendtreff-Grundstücks gehängt.
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Banner mit Aussagen Planegger Jugendlicher hat das Waaghäusl-Team an den Zaun des Jugendtreff-Grundstücks gehängt.

Landkreisweite Plakataktion der KJR-Jugendhäuser – Öffnung unter bestimmten Bedingungen

Jugendlichen im Lockdown eine Stimme geben

  • Nicole Kalenda
    vonNicole Kalenda
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„Ich vermisse mein Leben!“ steht auf dem einen Banner, „Ich möchte legal meine Freunde treffen, ohne Angst zu haben, dass die Polizei uns aufgabelt“ auf dem anderen. Die Aussagen stammen von zwei Jugendlichen, 19 und 17 Jahre alt, die den Planegger Jugendtreff Waaghäusl besuchen.

Planegg - Die beiden Banner hängen seit Ende vergangener Woche am Zaun des Grundstücks in der Bräuhausstraße. Das Waaghäusl hat sich wie das Jugendhaus an der Würm in Gräfelfing an einer Plakataktion des Kreisjugendrings München-Land (KJR) beteiligt, die Kindern und Jugendlichen im Lockdown eine Stimme geben soll.

Anfang Dezember mussten die Jugendhäuser zum zweiten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie schließen. In den vergangenen Wochen fragten Mitarbeiter der vom KJR geführten Einrichtungen im Landkreis ihre Klientel, wie es ihr in der derzeitigen Ausnahmesituation ergeht: „Und du so?“ Das Waaghäusl-Team um Leiterin Claudia Haslbeck wandte sich via Instagram an die Jugendlichen und im persönlichen Gespräch, wann immer jemand in der Bräuhausstraße vorbeischaute. 40 Antworten kamen. Sie wurden mit den Aussagen aus den anderen KJR-Jugendhäusern gesammelt und sind im Internet unter www.stimmederjugend.de nachzulesen. Etliche wurden auf Plakate gedruckt, die nun landkreisweit für Aufmerksamkeit sorgen sollen. Das Waaghäusl-Team entschied sich, zwei Banner mit besonders eingängigen Zitaten zu beschriften und diese an den Zaun zu hängen. „Ich denke, es wird wahrgenommen“, sagt Haslbeck.

Die Monate der Schließung könnten nun vorbei sein. Der Bayerische Jugendring informiert auf seiner Website darüber, dass inzidenzabhängig seit dieser Woche Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit im Jugendzentrum mit pädagogischer Begleitung wieder möglich sind. Die Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung fiel am Wochenende. Nicht erlaubt ist weiterhin rein geselliges Beisammensein.  

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