+
Mit sechs Kamera-Geräten hat die Firma Obermeyer das Verkehrsaufkommen im südlichen Berich der Gemeinde Planegg gemessen – wie hier an der Kreuzung Pasinger Straße/Bahnhofstraße.

Südliches Gemeindegebiet von Planegg 

Kameras zählen den Verkehr

  • schließen

Acht Messgeräte haben in der vergangenen Woche den Verkehr rund um die Münchner-, Pasinger- und Germeringer Straße in Planegg gezählt. Die Münchner Planungsgesellschaft Obermeyer hatte im Auftrag der Gemeinde die Geräte betrieben. „Wir haben insgesamt gute Zahlen über den Verkehrsfluss in unserem Ort. Über den Verkehr im südlichen Teil aber nicht“, sagt Rathaus-Sprecherin Martina Sohn.

Planegg – Die erhobenen Zahlen sollen zur Vorbereitung eines Verkehrsgutachtens im Rahmen des Flächennutzungsplans der Gemeinde dienen. „Sie sind lediglich die Grundlage des Gutachtens und werden nicht sofort interpretiert, sondern dienen nur als Basis – so wie man ein Blatt Papier braucht, um etwas schreiben zu können“, sagt Ursula Janson, zuständige Mitarbeiterin im Planegger Bauamt. Auch generell muss eine Gemeinde regelmäßig aktuelle Zahlen über den Verkehr im Ortsgebiet erheben. „Wir machen das nicht, indem wir alle zwei Jahre eine Zählung im ganzen Gemeindegebiet veranlassen, sondern wir zählen anlassbezogen an bestimmten Stellen“, erklärt Martina Sohn.

Sechs Kamera-Geräte zählten alle vorbei fahrenden Fahrzeuge an den Knotenpunkten Münchner Straße/Germeringer Straße, Münchner Straße/Fürstenrieder Straße (nur Abbieger), Münchner Straße/Bahnhofstraße, Münchner Straße/Pasinger Straße (nur Abbieger), Pasinger Straße/Bahnhofstraße sowie Germeringer Straße/Georgenstraße (nur Abbieger). Zusätzlich gab es zwei Messgeräte für beide Richtungen an der Münchner Straße. „Wir differenzieren dabei auch nach Fahrzeugart und Länge“, sagt Patricia Daniel, Mitarbeiterin bei Obermeyer. Bei den entstehenden Statistiken wird also sowohl etwa nach Fahrrädern, Motorrädern als auch kleinen Autos wie Smarts und großen Limousinen unterschieden. Die Planungsgesellschaft leitet die Zahlen an das Planegger Rathaus weiter.

„Eigentlich wollten wir die Messungen schon früher durchführen, der viele Schnee, durch den das Verkehrsaufkommen natürlich ein anderes ist, hat uns aber einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagt Patricia Daniel. Gemeinde und Gesellschaft wählten dann bewusst die vergangene Woche aus, da es in ihr keine besonderen Ereignisse wie einen verkaufsoffenen Sonntag mit viel Verkehr gab. Die Zählungen wurden während der Messzeit absichtlich nicht von der Gemeinde öffentlich bekannt gegeben, um das Ergebnis nicht zu verfälschen.

In den letzten Jahren gab es in der Gemeinde Planegg immer wieder ähnliche Messungen: „In Martinsried wurde zuletzt jedes Mal, wenn es größere Änderungen im Verkehr gab, ein Verkehrsmonitoring erstellt, circa alle zwei Jahre. An der Germeringer Straße wurden auch Zahlen ermittelt, um eine Lärmberechnung durchführen zu können“, sagt Martina Sohn. Ebenso werden regelmäßig Daten am Kreisel in Steinkirchen erhoben.  

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Senioren fürchten um ihre Pflanzen
Schmetterlingsbäume, Rosen, Lavendel, Weigelien und Rhododendron zieren die Grünflächen der Wohnanlage Josef-Beyerl-Straße 8 in Planegg. Nun sollen sie verschwinden. …
Senioren fürchten um ihre Pflanzen
Gemüsestand darf vorerst bleiben
Die Gräfelfinger können aufatmen: Der Wochenmarkt findet weiterhin  statt. 
Gemüsestand darf vorerst bleiben
Doppelte Premiere in St. Elisabeth
Der Kammerchor von Musica Sacra singt am Christkönigssonntag die „Missa St. Elisabetha“ in der Planegger Pfarrkirche St. Elisabeth. Es ist eine doppelte Premiere.
Doppelte Premiere in St. Elisabeth
FBK verordnet sich eine Verjüngungskur
Mit neuen Gesichtern tritt die Freie Bürgergemeinschaft Krailling (FBK) bei der Gemeinderatswahl im März nächsten Jahres an. Vor allem setzt man auf jüngere Kandidaten.
FBK verordnet sich eine Verjüngungskur

Kommentare