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„Es ist wichtig, dass wir als Gemeinde neue Wege beschreiten“: Bürgermeister Hofmann in der Schaltzentrale des Blockheizkraftwerks im Keller des Planegger Rathauses. 

Fernwärme

Klimafreundliche Lösung

Seit dieser Woche fungiert das Planegger Rathaus als Schaltzentrale für das neue kommunale Fernwärmenetz der Gemeinde. Bürgermeister Heinrich Hofmann nahm am Donnerstag das Blockheizkraftwerk (BHKW) in der Tiefgarage offiziell in Betrieb. „Ich freue mich, dass das BHKW jetzt kurz vor Weihnachten seine Arbeit aufnehmen kann.“

Planegg– Die Anlage besitzt eine elektrische Leistung von 270 Kilowatt, erklärte Projektleiter Martin Zieglmeier von der Firma Gammel Engineering. Davon gingen 200 kW in das Wärmenetz, das mehrere gemeindeeigene Gebäude ab sofort mit Nahwärme versorgen werde: Rathaus, Grundschule, Musikschule, Polizei und die Seniorenanlage in der Josef-Beyerl-Straße. Im Januar erfolgt dann noch der Anschluss der neu gebauten Turnhalle der Planegger Volksschule, der Gemeindebücherei und der Feuerwehr. Damit seien 65 Prozent der Grundlasterzeugung abgedeckt, so Zieglmeier. In den Wintermonaten übernehmen, falls es in Spitzenzeiten nicht reicht, zwei Gaskessel die Energieproduktion. Im Sommer hätte das BHKW dann lediglich die Aufgabe der Warmwasserbereitung, wobei Pufferspeicher die nicht genutzte Wärme sammeln. Somit würde keine Energie verschwendet. Die CO2 -Einsparung durch die Installation des 1,4 Millionen Euro teuren Heizkraftwerks samt Nahwärmenetz liegt zukünftig bei rund 200 Tonnen pro Jahr, also der Hälfte der Emissionen, die bis dato von den gesamten Liegenschaften zusammen erzeugt worden sind.

Im Zuge des Baus der Seniorenanlage hinter dem Rathaus habe es laut Gemeinde einfach Sinn gemacht, die teils 25 Jahre alten Heizsysteme, etwa in der Musikschule, auszutauschen und ein komplett neues und umweltschonenderes System einzuführen. Durch das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt das Kraftwerk außerdem Strom für das Rathaus. Ein Überschuss der hauseigenen Stromerzeugung soll in das Stromnetz geleitet und vergütet werden. Bürgermeister Hofmann zeigte sich über diese klimafreundliche Lösung mit Zukunftsaussichten zufrieden. Das BHKW sei so geplant, dass man es später problemlos an ein größeres Geothermie-Fernwärmenetz anschließen könne.  

Carolin Hoegel

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