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SPD nominiert Christine Berchtold als Bürgermeister-Kandidatin

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Von: Andreas Deny

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Blumen für die SPD-Kandidatin: Ortsvorsitzender Felix Kempf (li.) und Bürgermeister Heinrich Hofmann gratulierten Christine Berchtold zur Wahl. © Dagmar Rutt

Der SPD-Ortsverein Planegg hat am Dienstag im Würmtal den Startschuss für die Kommunalwahlen 2020 gegeben. Die Mitglieder nominierten Christine Berchtold einstimmig zur Bürgermeister-Kandidatin.

Planegg – Die Kandidatensuche des SPD-Ortsvereins Planegg begann zeitig. Vor einem Jahr habe man sondiert, wer die Eignung für das Bürgermeisteramt besitze, berichtete Ortsvorsitzender Felix Kempf bei der Aufstellungsversammlung am Dienstag in der Vereinsgaststätte der DJK Würmtal. Bald habe sich Christine Berchtold als Kandidatin herauskristallisiert. Sie besitze die „soziale und emotionale Kompetenz“ für diese Aufgabe, sagte Kempf. Dem Vorschlag des Ortsvorstands, sie zu nominieren, folgte die Versammlung. Zwar waren von den rund 70 Mitgliedern nur 16 Wahlberechtigte erschienen, doch die unterstützten ihre Kandidatur einstimmig.

Christine Berchtold ist seit sechs Jahren aktives Mitglied der SPD und gehört als Beisitzerin dem Vorstand des Ortsvereins an. Die gebürtige Pasingerin lebt seit 33 Jahren in der Gemeinde, in der auch ihre Vorfahren verwurzelt waren, sie wohnt mit ihrem Lebensgefährten und ihren Eltern in der Mathildenstraße. Christine Berchtold ist 60 Jahre alt und Mutter zweier erwachsener Kinder. Ehrenamtlich engagiert sie sich stark in der Kirchengemeinde St. Elisabeth, wo sie dem Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung angehört. Als ihre Hobbys nennt sie Lesen, Stricken, Garteln, Rätselraten und Schwammerlsuchen.

Für das Amt der Bürgermeisterin sieht sich Christine Berchtold gut gewappnet. Seit zehn Jahren ist sie Schulrektorin, zunächst leitete sie die Pasinger Grundschule an der Bäckerstraße, derzeit steht sie an der Spitze der Fürstenrieder Grundschule an der Königswieser Straße mit 260 Kindern. In ihrer Leitungsposition habe sie sehr viele Erfahrungen sammeln können, sagte Berchtold. „Wichtig ist vor allem, dass man die Leute ernst nimmt.“ Die Befähigung für das Bürgermeisteramt bescheinigte ihr auch Amtsinhaber Heinrich Hofmann: „Wer ein Lehrerkollegium leiten kann, kann auch einen Gemeinderat leiten.“

Die SPD-Bürgermeister-Kandidatin umriss kurz ihre politischen Schwerpunkte. An erster Stelle nannte sie dabei die Schaffung bezahlbaren Wohnraums und die Reduzierung des Individualverkehrs, unter anderem durch Ausbau der Radwege. Bei der Ausweisung neuer Gewerbegebiete riet sie zu Zurückhaltung. Planegg besitze bereits jetzt deutlich mehr Ein- als Auspendler. Im sozialen Bereich versprach Christine Berchtold den Vereinen ihre Unterstützung. Ein besonderes Anliegen sei es ihr, Begegnungsstätten für Bürger, vor allem für Jung und Alt, zu schaffen. „Planegg ist meine Heimat und liegt mir sehr, sehr am Herzen.“

Altbürgermeister Dieter Friedmann riet der SPD-Kandidatin, im Wahlkampf starke Präsenz zu zeigen, überall hinzugehen und als Letzte zu gehen. Für den Erfolg brauche es einen gewissen Bekanntheitsgrad. „Ab jetzt wird es ein hartes Jahr“, so Friedmann. Annette Ganssmüller-Maluche, stellvertretende Vorsitzende des Unterbezirks München-Land, zeigte sich im Hinblick auf die Kommunalwahl zuversichtlich. Sie freue sich, dass man „eine bodenständige Kandidatin mit Nähe zum Bürger“ gefunden habe. Felix Kempf sagte der SPD-Bürgermeister-Kandidatin die geschlossene Unterstützung des Ortsvereins zu: „Wir stehen hinter dir mit allem, was wir können.“

Ihre Ideen und politischen Ziele wird Christine Berchtold beim Neujahrsempfang des SPD-Ortsvereins einem breiteren Publikum präsentieren. Dieser findet am Freitag, 8. Februar, um 19 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Martinsried statt.

Im Überblick: Kommunalwahl 2020 – Das sind die Parteien und Kandidaten im Landkreis München

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