Bio-M vereinbart engen Austausch

Kooperation mit Biotech-Region in Japan

Indirekt ist es fast schon eine Vorstufe zur Partnerschaft zwischen Martinsried und einer japanischen Metropole: Seit Jahresende 2017 hat sich der Biotech-Schwerpunkt („Cluster“) in Bayern mit dem Biotech-Standort Kawasaki in Japan verschwistert.

Martinsried – In einem Grundlagenpapier wird der enge Austausch zwischen Martinsried und Kawasaki auf wissenschaftlicher und industrieller Ebene vereinbart. Den Antrieb zur Partnerschaft erläuterte Norihiko Fukuda mit einem Kompliment ins Würmtal.

Der Bürgermeister von Kawasaki, das fast exakt die Einwohnerzahl Münchens besitzt, verwies darauf, dass Bio-M ein „exzellentes Beispiel eines führenden Biotech-Cluster-Managements“ sei. Während Kawasaki die 20-jährige Erfahrung von Bio-M zur Stärkung eines Biotech-Clusters nutzen wolle, könne Bayern von Ideen und Innovationen aus Fernost profitieren, die nun rascher im Freistaat bekannt und nutzbar werden sollen.

Professor Horst Domdey äußerte sich für Bio-M voller Optimismus, dass sich die Kooperation auszahlen werde. Beim Besuch im Sommer habe er sich von den Qualitäten der Keio Universität und des Innovation Center of Nano Medicine überzeugt und innovative Firmen wie Riken Genesis and Sysmex besucht. „Wir werden verstärkt darauf abzielen, Kooperationen zwischen unseren Biotech-Firmen und passenden Partnern in Kawasaki anzustoßen“, so der Leiter von Bio-M.

Die Kooperation wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Technologie unterstützt. Besonders interessant dürfte sein, dass in Kawasaki eine Art „zweites IZB“ für FirmenNeugründungen entwickelt wird, das Viertel „King Skyfront“ am Hafen. Damit hat Martinsried – als „Nabel“ des bayerischen Biotech-Clusters – nun einen besonders kurzen Draht zu den Erfindern und Forschern im Land der aufgehenden Sonne.

Andreas Bretting

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