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Team an der Spitze: der Ortsvereinsvorsitzende Felix Kempf (l.) und sein Stellvertreter Korbinian Rüger. 

SPD-Ortsverein unterstützt Korbinian Rüger

Ein Planegger für Straßburg

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Ein Bürgermeisterkandidat für die Kommunalwahlen 2020 fehlt der SPD Planegg noch. Dafür will mit Korbinian Rüger eines ihrer Mitglieder 2019 fürs Europaparlament kandidieren.

Planegg – Der Ortsverein nutzte die Jahreshauptversammlung am Mittwochabend, um einstimmig seine Unterstützung für den 29-jährigen Doktoranden zu erklären. Rüger ist seit 2012 Mitglied der SPD und seit 2017 im Vorstand, erst als Beisitzer und nun als stellvertretender Vorsitzender. Nach dem Abitur am Kurt-Huber-Gymnasium studierte er in Oberfranken Volkswirtschaftslehre und Philosophie, machte in London seinen Master und widmet sich nun in Oxford seiner Doktorarbeit, die sich mit der Verteilungsgerechtigkeit in der EU befasst.

 Bis zum Sommer unterrichtet Rüger noch in Oxford, dann kehrt er zurück, um hier seine Promotion abzuschließen. Neben seiner Mitgliedschaft in der SPD engagiert er sich ehrenamtlich für die pro-europäische Organisation „Project for Democratic Union“. Dass er eine Chance hat, ins Europaparlament einzuziehen, bezweifelt Rüger. Dafür müsste er auf der SPD-Bundesliste für die Europawahlen im kommenden Frühjahr einen Platz im vorderen Viertel ergattern. „Das ist relativ unwahrscheinlich“, sagt Rüger. 2014 holte die SPD 27 von insgesamt 96 deutschen Sitzen.

Versuchen will er es trotzdem. „Ich möchte in der SPD und bei den anderen SPD-Kandidaten Druck machen, dass sie sich für die europäische Idee einsetzen“, so Rüger. Gerade jetzt gebe es „extrem viel Gründe“ dafür. Der französische Präsident Emmanuel Macron strecke die Hand aus, „und dieser Moment gleitet uns aus den Händen. Das macht mich wütend. Ich möchte mich ganz gezielt als Sozialdemokrat für Europa einsetzen.“

Rüger wurde einstimmig zum Stellvertreter des Ortsvereinsvorsitzenden Felix Kempf gewählt. Der Posten war vakant geworden, weil Matthias Grath sich bereit erklärt hatte, das Amt des Schriftführers zu übernehmen. Der bisherige Schriftführer Roderich Peter war gesundheitsbedingt zurückgetreten. Da Kassier Markus Witzmann aus bundespolitischen Gründen aus der Partei ausgetreten ist, musste auch dieser Posten neu besetzt werden. Barbara Berendt-Rüger übernahm die Aufgabe.

Altbürgermeister Dieter Friedmann mahnte, rasch einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl 2020 aufzustellen. SPD-Bürgermeister Heinrich Hofmann (67) darf aus Altersgründen nicht mehr antreten. „Der Kandidat muss einen gewissen Bekanntheitsgrad vor Ort haben. Verpasst das nicht.“ Der Ortsvorsitzende habe „das erste Greifrecht“. Kempf bezeichnete sich als „verhalten optimistisch“, einen „guten eigenen Kandidaten“ zu finden. Er gab zu: „Ich habe das ein bisschen geschoben. Da könnten wir schon weiter sein.“

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