+
250 Besucher kommen durchschnittlich zu den Veranstaltungen im Planegger Kupf erhaus.

Kupferhaus

Kulturforum kostet 315 000 Euro

  • schließen

Das Kulturforum Planegg hat 2018 seine Ausgaben gesenkt, trotzdem ist das Defizit gestiegen: von 302 000 Euro im Jahr 2017 auf 315 533 Euro. Schuld sind vor allem massive Einbußen bei den Einnahmen aus Kartenverkauf und Vermietung.

Planegg– Das Jahr 2016 bezeichnet Anja Fanslau, Leiterin des Kulturforums, als „Ausnahmejahr“. Damals wurden 160 500 Euro durch Tickets und Vermietungen erwirtschaftet. Im Folgejahr waren es noch 143 000 und 2018 schließlich 122 000 und damit ein Viertel weniger als noch zwei Jahre zuvor. „Das die Einnahmen im Vergleich zu 2017 um 20 000 Euro zurückgegangen sind, liegt mir schon im Magen“, sagte Peter von Schall-Riaucour (FDP-Fraktion) bei der Präsentation des Jahresberichtes am Montag im Haupt-, Finanz- und Kulturausschuss.

11 244 Besucher waren im vergangenen Jahr ins Planegger Kupferhaus gekommen und damit gut 300 weniger als noch 2017 (11 559). Das Haus mit dem für seine herausragende Akustik weit über die Grenzen des Würmtals bekannten Saal und kleineren Veranstaltungsräumen im ersten Stock war an 194 statt wie 2017 208 Tagen belegt. 45 Kulturveranstaltungen (2017: 46) fanden statt, zwölfmal war der Saal ausverkauft (11) Die durchschnittliche Besucherzahl blieb mit 250 (251) nahezu unverändert. Die drei Abo-Reihen Kabarett, Konzert und Theater kamen zusammen auf 828 Abonnenten, 15 weniger als im Jahr zuvor. Mit 290 kommen die meisten Abonnenten aus Planegg und Martinsried, gefolgt von Münchnern (182) und Gräfelfingern (120). „Wir sind auf die Besucher aus München angewiesen“, erklärte Fanslau.

Obwohl die Personalkosten mit 222 000 Euro etwas höher waren als 2017 (219 000) konnte das Kulturforum seine Ausgaben senken. Beim Programm wurden mit 156 000 Euro rund 10 000 eingespart, in Sachen Öffentlichkeitsarbeit waren es mit 52 000 Euro knapp 3000. Insgesamt wendete das Kulturforum 437 000 Euro auf. 2017 waren es 444 000 Euro gewesen. Abzüglich der Einnahmen bleibt ein Minus, das mit 315 533 Euro noch deutlich unter dem Haushaltsansatz von 350 000 Euro liegt.

Fanslau nutzte den Auftritt im Ausschuss, um die Bedeutung der Wohlfühl-Aspekte und damit eines neuen Beleuchtungskonzeptes fürs Kupferhaus-Foyer hervorzuheben. 215 000 Euro will sich die Gemeinde heuer atmosphärisches Licht im Eingangsbereich kosten lassen (wir berichteten), zusätzlich zum jährlichen Defizit.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Täterin wollte Mädchen auf S-Bahn-Gleis schubsen: Polizei suchte mit Fotos - mit überragendem Erfolg
Eine Planeggerin und eine Starnbergerin wurden am Ostbahnhof massiv körperlich bedrängt und verletzt. Die Polizei bat die Bevölkerung um Hilfe - mit Erfolg.
Täterin wollte Mädchen auf S-Bahn-Gleis schubsen: Polizei suchte mit Fotos - mit überragendem Erfolg
Wildblumenwiesen heiß begehrt
Die zwei Zehn-Kilo-Säcke sind weg: Das Blumenwiesen-Saatgut, das die Gemeinde Planegg kostenlos an ihre Bürger ausgibt, findet reißenden Absatz. Auch Interessenten aus …
Wildblumenwiesen heiß begehrt
Erste zwei Straßen 2019 frisch saniert
Während viele andere Kommunen gerade ihre Straßenbauarbeiten für dieses Jahr ausschreiben, hat die Gemeinde Gräfelfing am Mittwoch die erste Straßensanierung des …
Erste zwei Straßen 2019 frisch saniert
Großeinsatz nach Unfall in Labor: Mitarbeiter mit Atemproblemen - Über 100 Rettungskräfte rücken an
Der Einsatz-Aufwand war beträchtlich, Ursache und ihre Wirkung zum Glück weit weniger dramatisch: An die 130 Einsatzkräfte eilten am Dienstagmittag auf den Campus …
Großeinsatz nach Unfall in Labor: Mitarbeiter mit Atemproblemen - Über 100 Rettungskräfte rücken an

Kommentare