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103 Kinder bastelten im vergangenen Sommer auf der Wiese neben der Grundschule an einem Wikingerschiff.  

Jugendtreff Marteeny schließt über den Sommer

Abenteuerspielplatz fällt heuer aus

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Erstmals seit Jahren fällt heuer der Abenteuerspielplatz aus, der immer in der ersten Woche der Sommerferien scharenweise Kinder auf die Wiese neben der Martinsrieder Grundschule lockt. 

Martinsried Grund ist, dass der ebenfalls in der Einsteinstraße angesiedelte Kinder- und Jugendtreff Marteeny Anfang Juli wegen Bauarbeiten für mindestens drei Monate schließen muss. Wie ein Ersatzangebot aussehen wird, ist noch unklar.

Ab der zweiten Juliwoche bis mindestens Ende September soll der Gebäudekomplex, in dem neben dem Marteeny auch die Grundschule, Mittagsbetreuung, Hort und das Martinsrieder Schützenheim untergebracht sind, umgebaut werden (wir berichteten). Wegen vorbereitender Maßnahmen bietet das Marteeny bereits nach den Pfingstferien, die am Sonntag, 23. Juni, enden, keinen der üblichen Programmpunkte wie die „Kreativ-Mittwoche“, die „Kochlabore“ an Freitagen und die Mädchensamstage mehr an. Auch der offene Treff ist vorerst gestrichen.

„Wir können sogar ab Anfang Juli nicht mehr in unsere Büros, sodass Franziska Pazman und ich auf das Planegger Waaghäusl ausweichen müssen“, sagt Marteeny-Mitarbeiter Tom Zynda. Die Wiese beim Marteeny, auf der der jährliche beliebte Abenteuerspielplatz in der ersten Woche der großen Ferien stattfindet, ist dann ebenfalls nicht zugänglich. Die Spielplatz-Woche fällt somit aus. Die traditionellen Ausflüge in der zweiten großen Ferienwoche sind hingegen nicht betroffen, da sie ja nicht im Marteeny selbst stattfinden.

Im Waaghäusl und an anderen Orten wie dem nahen Wald soll es ein alternatives Programm zum Abenteuerspielplatz geben. „Was genau, steht im Moment noch nicht fest“, sagt Zynda. Möglicherweise wählt man Aktivitäten zum Thema Natur.

Den Abenteuerspielplatz an einen anderen Ort zu verlagern, wäre hingegen „logistischer Wahnsinn“, so Zynda. Neben den Spielplatz-Gerätschaften müssten auch mehrere Toiletten-Häuschen zu einem anderen Platz gefahren und aufgebaut werden, was nicht stemmbar sei.

Den Abenteuerspielplatz besuchten in den vergangenen Jahren „an einem Durchschnittstag 80 bis 90, in der Spitze sogar über 120 Kinder“, erzählt Zynda, weswegen die Absage „sehr schade“ sei. So viele Kinder und Jugendliche im Waaghäusl unterzubringen, sei nicht möglich, weswegen das Alternativ-Programm entsprechend kleiner mit Teilnehmer-Begrenzung oder eben an einem anderen Ort stattfinden soll.

Als Alternative zum normalen Betrieb im Marteeny etwa im Juli werden möglicherweise an der Einsteinstraße Hütten aufgebaut, in denen Basteln und Ähnliches stattfinden kann. Auch hierzu bespricht das Marteeny-Team die näheren Details in den nächsten Wochen mit der Gemeinde. Da die Bauarbeiten an dem Gebäudekomplex zudem möglicherweise länger als bis Ende September dauern könnten, steht unter Umständen das ganze restliche Jahresprogramm des Kinder- und Jugendtreffs infrage. „Wir überlegen gerade, ob es sich dann überhaupt noch lohnen würde, ein Herbstprogramm zu planen“, sagt Zynda. Die Verzögerungen dürften sich erst relativ spät ergeben, was die Planungen der Marteeny-Mitarbeiter Zynda und Pazman für dieses Jahr somit enorm erschwert.

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