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Die Haltestelle Fraunhoferstraße wird derzeit von der Linie 266 angefahren. Sie soll auch eine der vier Haltepunkte der neuen Linie 259 in Martinsried werden.

Linie 259

Neue Busverbindung nach Pasing

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Martinsried bekommt eine direkte Busverbindung zum Pasinger S-Bahnhof. Die Linie 259 soll ab Fahrplanwechsel 2018 verkehren. Die Streckenführung war im Planegger Bauausschuss allerdings umstritten.

Planegg– Der Bahnhof Pasing ist mit 85 000 Reisenden täglich der viertgrößte Bahnhof in Bayern. Dass eine Verbindung von dort zum Martinsrieder Gewerbegebiet und zum Uni-Campus für Firmenmitarbeiter wie Studenten wichtig und sinnvoll ist, darüber sind sich Planeggs Gemeinderäte einig. Eine Tangentialverbindung sei eine Aufwertung für Martinsried, sagte Werner Strobl (Grüne Gruppe 21). Bei der Frage, welche Haltepunkte die neue Buslinie 259 ansteuern soll, gingen die Meinungen im Bauausschuss allerdings auseinander.

Im Juli 2016 hatten die Gemeinderäte ursprünglich beschlossen, die Linie an der Lena-Christ-Straße/Ecke Großhaderner Straße enden zu lassen und dort einen Wendehammer zu schaffen. Im Nachgang kam aber die Forderung auf, weitere Varianten zu untersuchen. Eine Verlängerung der Linie über den Uni-Campus,wie sie Giovanni Sammataro (CSU) forderte, fand allerdings keine Befürworter. Vor allem, weil sowohl MVV als auch das Landratsamt München diese Schleife ablehnen. Grund sind nicht nur die höheren Betriebskosten und längeren Fahrzeiten, da die Busse einen Umweg bis zur Würmtalstraße fahren müssten. Vor allem sei es nicht vertretbar, die in Abschnitten sehr schmale Straße Am Klopferspitz, die schon jetzt teilweise stündlich von zwölf Bussen frequentiert werde, noch weiter zu belasten, hieß es in der Sitzung.

Der Bauausschuss verständigte sich auf eine andere Route für die Linie 259, die von Pasing kommend über die Straße Am Haag und den Lochhamer Schlag durch das Gräfelfinger Gewergebiet führt: Sie soll dann über die Lochhamer- , Fraunhofer- und Röntgenstraße bis zur Endstation an der Lena-Christ-Straße fahren; dort haben Busfahrer dann die Möglichkeit, eine Pause einzulegen. Anschließend soll die Linie über die Lena-Christ- und Käthe-Kollwitz-Straße (Einbahnstraße) zur Lochhamer- und wieder zurück zur Röntgenstraße geführt werden. Die Schleife durch das Wohngebiet kritisierte Peter Heizer (FWD). Dadurch ist aber ein Wendehammer, für den Kosten von 50 000 Euro veranschlagt waren, nicht mehr nötig. Die neue Buslinie soll am Würmtal-Center, in der Fraunhoferstraße (Höhe Restaurant Piccolo), an der Lena-Christ-Straße sowie am Ärztehaus in der Lochhamer Straße halten.

Mit Bau der U-Bahn-Verlängerung nach Martinsried soll die Linienführung durch die Käthe-Kollwitz-Straße entfallen. Das dürfte allerdings geraume Zeit dauern.

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