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Sechs Stahlringe: die Brunnenskulptur Thomas Kroihers.

Ortmitte Martinsried

Auch Brunnentechnik kommt teurer als erwartet

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Martinsried – Eine Million Euro wollte die Gemeinde Planegg für die Gestaltung der Freiflächen in der neuen Martinsrieder Ortsmitte springen lassen. 250 000 bis 300 000 Euro sollten zusätzlich für einen Brunnen zur Verfügung stehen. Das dürfte nicht reichen. „Die Kosten der Freiflächengestaltung steigen vermutlich insgesamt auf 1,4 Millionen Euro“, sagte Andreas Löbe, stellvertretender Leiter des Bauamtes, im jüngsten Bauausschuss. Eine Erklärung hatte er parat: „Die wirtschaftliche Situation stellt sich momentan so dar, dass die Auslastung der Firmen, gerade der Spezialfirmen, sehr gut ist.“ Der Wettbewerb funktioniere nicht wegen des Booms in der Baubranche.

Dass Unternehmen wählerisch sein können, merkt das Planegger Bauamt aktuell bei fast jeder Ausschreibung, so auch in Sachen Brunnentechnik. Weil die Martinsrieder Bürger im Rahmen einer Umfrage den Wunsch kundgetan hatten, statt eines einfachen Wasserspielplatzes für Kinder einen Brunnen mit Fontänen und Skulptur für ihre Ortsmitte zu bekommen, schrieb die Gemeinde vergangenen Mai einen Wettbewerb aus. Im Juli wurde ein Werk von Thomas Kroiher, eine 2,75 Meter hohe Brunnen-Skulptur aus sechs Stahlringen, zum Sieger erklärt. Die Kosten für Kunstwerk und Künstlerhonorar belaufen sich auf rund 64 000 Euro. Teurer ist die Technik, die notwendig ist, um das Wasser heraussprudeln zu lassen. Eine Berechnung war von 74 000 Euro ausgegangen. Das günstigste Angebot, dass Löbe in der vergangenen Woche im Bauausschuss präsentierte lag bei 112 000 Euro.

Zehn Firmen waren aufgefordert worden, sich an der beschränkten Ausschreibung zu beteiligen, nur drei reichten zum Termin Mitte Februar ein Angebot ein. Am günstigsten war die Pumpen Plötz GmbH aus Gilching, die beiden Münchner Firmen Stingl und Manfred Himmelreich lagen jeweils über 150 000 Euro. Somit bekamen die Gilchinger den Zuschlag, auch wenn ihr Angebot nach Abzug der ausgeschriebenen Wartungsarbeiten 35 000 Euro über der Kalkulation liegt.

Die Gestaltung der Freiflächen des zentralen Platzes kommt die Gemeinde ebenfalls teurer als erwartet. Im Februar war der Hallertauer Landschaft GmbH&Co.KG aus Mainburg der Auftrag für 927 000 Euro erteilt worden. Das Angebot lag 58 000 Euro über der Kostenberechnung. Auch damals bekam die Gemeinde schmerzlich zu spüren, dass die Firmen gut eingedeckt sind mit Aufträgen. 14 Unternehmen hatten sich die Ausschreibungsunterlagen heruntergeladen, zwei gaben ein Angebot ab.

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