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Die Almhütte war ein Erfolg, nur nicht wirtschaftlich: (v.l.) Faschingszugorganisator Matthias Niedermair, Heinrich Duschl und dessen rechte Hand Benjamin Schneider.

Faschingsorganisator hat schon eine Idee für 2019

Niedermair macht sich für Almhütte stark

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Der Fasching 2019 muss ohne Umzug auskommen. Der findet nur alle zwei Jahre statt. Doch Matthias Niedermair, Organisator des Würmtaler Gaudiwurms, hat eine Idee, wie sich trotzdem für Stimmung sorgen lässt.

Planegg – Die Almhütte, die heuer erstmals während der heißen Phase des Faschings auf dem Planegger Marktplatz stand, soll wieder aufgebaut werden. „Das war großartig. Die Leute haben das gut angenommen“, sagt Niedermair.

Das kann Betreiber Heinrich Duschl bestätigen. „Die Hütte war immer gut bis sehr gut besucht“, sagt der Kraillinger Unternehmer. „Alles war perfekt, die Musik, das Personal. Und die Gäste sind friedlich um 23 Uhr nach Hause gegangen.“ Er sei von vielen Interessenten aus der näheren und weiteren Umgebung angesprochen worden, zu welchen Bedingungen man eine seiner mobilen Almhütten mieten könne. So gut die Stimmung war, „wirtschaftlich hat es sich nicht gerechnet“. Drei Tage habe man für den Aufbau benötigt, einen Tag für den Abbau, das Putzen und Verräumen der Hüttenbestandteile nicht eingerechnet. Um die anfallenden Kosten, Gema-Gebühren, Versicherungen und Sicherheitspersonal inklusive, über den Umsatz wieder reinzuholen, stand die Hütte, die vier Tage geöffnet war, laut Duschl nicht lange genug. Faschingsorganisator Niedermair setzt deswegen seine Hoffnungen darauf, dass die Gemeinde Planegg die Hütte „eventuell nächstes Jahr unterstützt“.  

Für den 60-Jährigen war es heuer der 15. Umzug. Dankbar ist er seiner Frau Marianne und seiner Tochter Lisa, weil sie ihm bei der Organisation eine „Riesenunterstützung“ waren. Dankbar ist er auch der Planegger Gemeindeverwaltung, insbesondere Ordnungsamt und Betriebshof, der Feuerwehr Planegg und den Kameraden aus Krailling, der BRK-Bereitschaft und der Polizei. Die „hervorragende Zusammenarbeit“ aller habe erst ermöglicht, „dass es ein wirklich toller Faschingszug war“, so Niedermair. Und froh ist er, dass der Zug von einem Unglücksfall wie in Waidhofen, wo heuer eine 24-jährige Frau zu Tode kam, verschont blieb. Niedermair: „Wenn so etwas passiert, dann ist alles vorbei.“

7000 Besucher tummelten sich nach Schätzungen der Polizei am vergangenen Sonntag entlang der Wegstrecke und nach Ende des Umzugs in der Planegger Bahnhofstraße. „Es ist viel, viel Arbeit. Aber wenn man den Erfolg sieht, weiß man, dass es sich lohnt“, so Niedermair, der ab und an daran denkt aufzuhören. „Man wird nicht jünger.“

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