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Nach Mediation bleiben Differenzen sichtbar

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Der Streit zwischen den beiden Grünen-Gruppierungen in Planegg ist in die nächste Runde gegangen. Am Freitag gab es ein Treffen des neuen Ortsverbandes von Bündnis 90/Die Grünen und der Grünen Gruppe 21 bei der Mediatorin Christiane Düwel aus Neuried.

Planegg – Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen hatte zu der Mediation gebeten. Zuvor war das Treffen wiederholt abgesagt worden. Jetzt vereinbarten die Parteien Stillschweigen über das Besprochene. Doch Differenzen sind sichtbar.

Herbert Stepp, Fraktionssprecher der Grünen Gruppe 21, will das Logo seiner Gruppierung auf deren Internetseite noch diese Woche ändern. „Unser Logo wird die Grünen nicht mehr enthalten“, nur der Name soll beibehalten werden. Grund ist eine Petition zum Kiesabbau auf einer Fläche zwischen Planegg und Martinsried, die der neue Ortsverband kürzlich initiierte. „Wir wollen eine Überprüfung der Rechtmäßigkeit des Genehmigungsverfahrens“, erklärt die Sprecherin des Ortsverbandes, Judith Grimme. Die Gruppe 21 will mit dieser Aktion der neuen Grünen nicht identifiziert werden. Also will sie ihr Logo verändern. Stepp zur Petition: „Das ist keine Aktion, die von der Gruppe 21 mitgetragen wird oder mit ihr abgestimmt war.“ Es sei bedauerlich, dass es rechtlich keine Handhabe gegen die Genehmigung für den Kiesabbau gebe, also habe seine Gruppe dazu beigetragen, die Gemeinde in eine Position zu bringen, in der diese das Verfahren besser mitgestalten könne.

Während der Zwist der Grünen in Planegg scheinbar weiter geht, nimmt die Petition des Grünen-Ortsverbandes ihren Lauf. Sie soll demnächst im Bayerischen Landtag verhandelt werden. Grimme findet die Ausbreitung des Kiesgebietes im Würmtal fraglich. Als die Genehmigung für den Kiesabbau auf der Fläche vor den heutigen Toren Martinsrieds erteilt worden sei, sei der Ort noch ein kleines Dorf gewesen, argumentiert sie. „Jetzt wohnen dort hunderte Menschen dran.“ Den Kiesabbau will Grimme dort nicht hinnehmen. Wie es zwischen den beiden Grünen in Planegg weitergehen wird, ist offen. „Es wird keine weiteren Mediationstermine geben“, meint Grimme. Stepp sagt: „Ich will nichts ausschließen.“

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