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Die Espressomaschine funktioniert schon: Eigentümer Karl Rieder auf Stippvisite in Planegg.

Nach vierjähriger Schließung

Misu eröffnet nächste Woche

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Die Zeit des Wartens hat ein Ende: In der kommenden Woche soll das „Mi Casa Su Casa“ (Misu) in der Planegger Bahnhofstraße wieder seine Türen öffnen, gut vier Jahre nach der Schließung im August 2013. Die offizielle Eröffnungsfeier plant Eigentümer Karl Rieder nach der Wiesn.

Planegg – Der Bartresen ist in die Mitte des Raums gerückt, eine Insel unter der Treppe, die in den ersten Stock führt. An den grau-weiß gestreiften Wänden hängen schon Fotos. Bierfilze stapeln sich auf Stehtischen, die Kleidung fürs Personal liegt in Plastik verschweißt im Regal. Die Espressomaschine funktioniert bereits, die übrigen Getränke wurden gestern geliefert. Die Tische im ersten Stock sind aufeinander gestellt, den Bänken, die an den Wänden und der Glasfront verlaufen, fehlen noch die Sitzflächen. Sobald einmal gründlich durchgeputzt ist, kann das Mobiliar aufgestellt werden. Viel fehlt nicht mehr. „Wir sind in den Startlöchern und versuchen, im Lauf der nächsten Woche zu öffnen“, sagt Karl Rieder. Auf den genauen Tag mag er sich nicht festlegen.

Seit Sommer 2014 ist Rieder Eigentümer des ehemaligen Café Macher, das er der Gemeinde Planegg für knapp 900 000 Euro abkaufte. Den Schlüssel bekam er allerdings erst im Dezember 2016 von Ex-Pächter Andre Bahlo ausgehändigt, der sich lange mit der Gemeinde wegen nicht bezahlter Pacht vor Gericht gestritten hatte (wir berichteten). Rieder suchte das Gespräch mit den übrigen Eigentümern der Immobilie. Unter Bahlo war der Müll über das öffentliche Treppenhaus entsorgt worden, was die Bewohner gestört hatte. Mit seinem Innenarchitekt fand Rieder einen anderen Weg, der zugleich eine Zeitersparnis bedeutet. Ein bereits vorhandener Speisenaufzug wurde zu einem Lasten- und Personenaufzug umgebaut. „Wir sind jetzt komplett getrennt vom restlichen Wohnhaus“, sagt Rieder, der „auf lange Sicht für gute Nachbarschaft sorgen“ möchte.

Das zweite größere Problem war die Küche. Die alte, mit Gas betriebene, wurde in den ersten Wochen des Jahres rausgerissen. Die neue wird komplett mit Induktion betrieben, was einen höheren Stromverbrauch mit sich bringt. Dafür musste eine neue, stärkere Leitung gelegt werden. Das Einzige, was vom alten Misu übrig geblieben ist, ist der Pizzaofen, der instandgesetzt wurde. „Das ist das Herzstück des Restaurants“, sagt Sabine Clonisch, die gemeinsam mit Rosario Morgano die Geschäftsführung bildet. Morgano arbeitet seit sieben Jahren für Rieder, dem in München und Umgebung mehrere Lokale gehören, darunter das Laurus in Gräfelfing und die Speisemeisterei in Pasing. Clonisch betrieb bis vergangenen Herbst in der Planegger Mathildenstraße das „Cross Countries“.

Sobald sich alles eingespielt hat im neuen Misu, ist die Bar im Erdgeschoss von 8 bis 1 Uhr geöffnet und der Restaurantbereich im ersten Stock von 11.30 bis 1 Uhr.

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