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Auf dem Firmengelände von Müller-BBM soll neben den Bestandsgebäuden (B) jetzt ein Neubau (N) entstehen, auf der angrenzenden Freifläche (P) zunächst ein Parkplatz und später weitere Firmengebäude.

Müller-BBM wächst weiter

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Sieben Jahre nach der letzten Erweiterung plant Müller-BBM ein weiteres Bürogebäude am Stammsitz Planegg. Für weitere Bauabschnitte gibt es schon Überlegungen.

Planegg – Gerade erst hat Müller-BBM in Gelsenkirchen mit dem Bau eines neuen Firmengebäudes für 120 Mitarbeiter begonnen. Und auch am Stammsitz im Planegger Gewerbegebiet Steinkirchen wächst das auf Ingenieurleistungen im Bereich Akustik spezialisierte Unternehmen kräftig weiter. Gerade hat der Bauausschuss des Planegger Gemeinderates grünes Licht gegeben für einen Neubau auf dem Firmengelände an der Robert-Koch-Straße. Die Firma denkt schon an die nächste Erweiterung.

Zuletzt hat die Müller-BBM-Gruppe, die weltweit 1200 Mitarbeiter beschäftigt (2010 waren es noch unter 700) und einen jährlichen Konzernumsatz von 160 Millionen Euro (2010: 97,6 Millionen) hat, vor sieben Jahren in Planegg erweitert, 150 neue Büros wurden 2010 eingeweiht. Dennoch muss das Unternehmen inzwischen Büros in der Umgebung anmieten. Ende 2019 sollen wieder alle Mitarbeiter, darunter bis zu zu 80 neue Kollegen, auf dem Firmengelände arbeiten. Dann soll der neue, mittlerweile siebte Bauabschnitt bezugsfertig sein.

Damit Müller-BBM die nötige Baugenehmigung durch das Landratsamt erhalten kann, musste die Gemeinde mehreren Abweichungen vom maßgeblichen Bebauungsplan zustimmen. Das tat der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig. Mit insgesamt 19,80 Metern wird die zulässige Gebäudehöhe um knapp zwei Meter überschritten. Zudem muss Müller-BBM für die zusätzlich notwendigen Parkplätze nicht, wie eigentlich vorgeschrieben, Tiefgaragenplätze bauen, sondern darf sie oberirdisch anordnen.

Im neuen Gebäude mit fünf Vollgeschossen und drei Untergeschossen ist keine Tiefgarage vorgesehen. Auf einer Freifläche nördlich der Firmengebäude, ebenfalls im Besitz von Müller-BBM, sollen 56 Stellplätze entstehen. Für den Fall weiterer Expansion, so heißt es in der Vorlage der Gemeindeverwaltung für den Bauausschuss, wäre eine Tiefgarage „aus Sicht der Gemeinde sinnvoll und wünschenswert“. „Vorüberlegungen für die weitere Standortentwicklung“ auf der Freifläche gebe es bereits, teilte Norbert Suritsch, der Vorstandsvorsitzende der Müller-BBM Holding, auf Anfrage unserer Zeitung mit.

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